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Madsen spielt am Sonntag in der Saarbrücker Garage

Die vier Jungs der Band „Madsen“ (v.l.): Sascha Madsen, Sebastian Madsen, Johannes Madsen und Niko Maurer. Foto: Madsen/Promo

Die vier Jungs der Band „Madsen“ (v.l.): Sascha Madsen, Sebastian Madsen, Johannes Madsen und Niko Maurer. Foto: Madsen/Promo

„Madsen“ ist eine der profiliertesten Livebands der letzten Jahre. Am Sonntag, 31. Januar, wird die wendländische Gruppe in Saarbrücken in der „Garage“ auftreten.

Das Quartett aus dem niedersächsischen Prießeck/Clenze besteht aus den drei Madsen-Brüdern, Bassist Niko Maurer und zusätzlicher Live-Keyboarderin Lisa Niklisch. Die Band steht für einen kraftvollen Hardrocksound mit deutschsprachigen Texten, die sich noch an der angloamerikanischen Musiktradition orientieren. Insbesondere Sänger und Texter Sebastian Madsen hat nach seiner Sozialisation mit Punk-, Grunge-, und Crossover-Musik mit Bands wie zum Beispiel „Hoerstuatz“ in den vergangenen zehn Jahren seine eigene Sprache gefunden. Die Beschäftigung mit Singer/Songwritern von Bob Dylan über Ron Sexsmith bis Ray Lamontagne hilft ihm, Texte zu entwerfen, die nicht nur eine akustische Begleitform zur instrumentellen Musik sind.

In den Liedern von „Madsen“ dreht es sich vornehmlich darum, interessantere Betrachtungsweisen im Rahmen zwischenmenschlicher Beziehungen zu finden, was Sebastian Madsen so begründet: „Man muss immer aufpassen, dass man nicht belanglos wird. Es gibt sehr viele von den Bands, die in ihren Texten sagen, dass das Leben eigentlich super ist und beschwingte, harmlose Musik dazu spielen. Meiner Meinung nach braucht das eigentlich niemand.“

Explizite politische Aussagen werden Musikfans bei „Madsen“ grundsätzlich nicht finden. In einem Lied wie „Sirenen“ von ihrem neuen, sechsten Album, „Kompass“, zählt die Band allerdings die Problemzonen der Welt auf. In dem Song „Baut wieder auf!“ vom Vorgängeralbum „Wo es beginnt“, wird in einem Satz kurz einmal ein „Wendland ohne das Castorendlager“ angesprochen. Schlagzeuger Sascha Madsen erklärt diese Vorgehensweise: „Das machen wir ganz absichtlich. Wir wollen als Band nicht politisch sein. Und wenn doch, dann lassen wir es einfließen. Wir würden jetzt nie ein ‚Anti-Castor-Lied' oder ein ‚Anti-Atomkraft-Lied' schreiben. Das würde nicht funktionieren. Das müssen wir anders machen. Das können wir nicht in der Musik verarbeiten. Dann spielen wir lieber auf einer Demo in Gorleben oder setzen uns in anderer Weise dafür oder dagegen ein.“ Aktuellstes Beispiel für ihre Haltung und Engagement gegen Nazis ist auf ihrer letzten Herbsttournee der Cover-Song „Schrei nach Liebe“ von „Die Ärzte“, das sich speziell mit der Psycho-Struktur von Nationalisten oder Faschisten befasst.

Hat die Musik von „Madsen“ für den heimischen Player schon einen höheren Nutzen, entfaltet sich die Qualität der Band erst so richtig auf der Bühne. Neben ihren eigenen Hits wie „Die Perfektion“, „Du schreibst Geschichte“ und „Nachtbaden“ lassen sie in lockerer Abfolge Evergreens aus der Musikhistorie einfließen. In dieser Kombination ist der Erkennungswert am größten und entfaltet eine besondere Dynamik – selbst für Leute, die die Lieder von „Madsen“ nicht auswendig kennen. Aus der Interaktion mit der Band entsteht so oft ein schweißnasses Vergnügen, bei dem man nicht nur passiver Zuschauer bleibt, sondern auch in einen Strudel von Fans eingesogen wird.
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