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Männer sollen Rentnerin erdrosselt haben

Nach dem gewaltsamen Tod einer Rentnerin müssen sich drei Männer vor Gericht verantworten. Zwei sollen ins Haus der 77-Jährigen eingebrochen sein und die Frau erdrosselt haben. Der Dritte habe Schmiere gestanden.

Nach dem gewaltsamen Tod einer Rentnerin müssen sich drei Männer vor Gericht verantworten. Zwei sollen ins Haus der 77-Jährigen eingebrochen sein und die Frau erdrosselt haben. Der Dritte habe Schmiere gestanden.

Saarbrücken. Vor einer schwierigen Aufgabe stehen die drei Richter und zwei Schöffen des Saarbrücker Schwurgerichts in den kommenden Wochen und vielleicht Monaten. Sie müssen klären, ob die drei Männer im Alter zwischen 29 und 41 Jahren, die vor ihnen auf der Anklagebank sitzen, verantwortlich sind für den gewaltsamen Tod einer 77 Jahre alten Rentnerin in Homburg. Die Witwe eines Polizisten lebte allein in einer Doppelhaushälfte. Dort wurde sie Anfang Februar von Einbrechern offenbar überrascht, gefesselt, geschlagen und erdrosselt.

Die Staatsanwaltschaft macht dafür die Angeklagten verantwortlich. Zwei von ihnen sollen in das Haus eingestiegen sein und die Frau ermordet haben. Währenddessen habe der dritte Mann und angebliche Tippgeber für den Einbruch draußen gewartet und Schmiere gestanden. Die drei Männer schweigen zu den Vorwürfen. Zeugen des Vorfalles gibt es nicht. Die Anklage stützt sich auf eine Reihe von Indizien und Zeugenaussagen zum Umfeld.

Demnach hat sich das Ganze nach Ansicht der Ermittler so abgespielt: Wenige Tage vor der Tat habe ein Schrotthändler die 77-Jährige aufgesucht. Bei ihr im Keller waren ein Kühlschrank und kleinere Dinge abzuholen. Dieser Schrotthändler soll der 42 Jahre alte Angeklagte gewesen sein. Der habe später die beiden jüngeren Männer aufgefordert, mit ihm in das Einfamilienhaus aus den 50er Jahren einzubrechen, da dort Geld und Gold zu holen sei. Während der ältere draußen wartete hätten die beiden 29-Jährigen die Kellertür aufgebrochen und seien durch den Keller nach oben. Als sie dort die 77-Jährige antrafen, habe die Frau sich gewehrt und geschrien. Darauf hätten die beiden jungen Männer ihr den Mund zugehalten, sie gefesselt, geschlagen und zuletzt erdrosselt. Unterdessen oder danach hätten sie das Anwesen durchsucht, aber keine Wertgegenstände gefunden. Ohne Beute seien sie gegangen. Die Tote ließen sie mit einem Tuch über dem Gesicht zurück.

Der Bruder der 77-Jährigen und deren Hausärztin fanden die Leiche, als sie nach dem Rechten sehen wollten. Sie riefen die Polizei. Die stellte am Tatort DNA-Spuren sicher, die sie einem der beiden 29 Jahre alten Angeklagten zuordnete. Er und sein gleich alter Freund sollen gemeinsam mehrere Einbruchsdiebstähle verübt haben. Außerdem soll der zweite 29-Jährige, er stammt aus Frankreich, in der Haft einem Zellengenossen den Einbruch bei der Rentnerin gestanden haben. Der Zellengenosse erzählte das angeblich einem anderen Häftling, der ihn quasi zur Polizei schickte. Motto: Stell Dir vor, es wäre Deine Großmutter gewesen. Der Prozess wird fortgesetzt.
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