L365 Weiskirchen Richtung Nonnweiler Sitzerath Gefahr durch defektes Fahrzeug L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (08:29)

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Maimühle stand schon zweimal unter Wasser

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Perl. Den Dreck, den die Überschwemmung am Mittwochabend der vergangenen Woche (in die Maimühle spülte, haben Frederik Theis und sein Team längst beseitigt. Noch zeugen Wasserränder an den Wänden von Hochwasser, noch ist nicht klar, ob der Holzboden in der Vinothek ausgetauscht werden muss. „Vor dem Bau des neuen Kanals durch den Entsorgungsverband Saar (EVS) wurden wir immer wieder mal von Hochwasser heimgesucht“, erzählt Restaurantbesitzer Theis.

„Mussten wir vor dem Bau des Kanals bei 30 Litern pro Kubikmeter Regen Angst haben, so fürchten wir seit Mittwoch, dass unser Lokal schon bei zwölf vollläuft“, sagt er. Diese Menge hatte nach seiner Darstellung gereicht, um die Bahnhofstraße in einen See zu verwandeln – mit all den negativen Konsequenzen für die Maimühle und ihre Gäste. „Die Leute zogen die Beine an, damit die Füße nicht nass wurden.“ Die Feuerwehr musste anrücken – zum Abpumpen (wir berichteten).

Perls Beigeordneter Karl Fuchs, der den Bürgermeister vertritt, beorderte EVS und Baufirmen am Donnerstagnachmittag zur Ursachenforschung in die Bahnhofstraße. „Nicht nur unser Haus war betroffen, auch zwei meiner Nachbarn hatten im Keller Land unter“, sagt Theis. „Dabei hat uns der EVS doch zugesagt, dass die Überschwemmungen aufhören, wenn der neue Kanal gebaut ist. Das Gegenteil ist eingetreten. Vor wenigen Wochen ist unser Restaurant bei einem Gewitter schon einmal vollgelaufen“, schimpft er.

Die Arbeiten für den neuen Kanal hätten ihn fast die Existenz gekostet, berichtet er weiter: ein Absturz nach gut zwölf Monaten Erfolg, wie er sagt. „Von zehn musste ich vier Angestellte entlassen – eine schmerzliche Trennung, denn es waren gute Leute.“ Die Baustelle, die über ein Jahr dauern sollte, rückte der Maimühle immer dichter und dichter, kesselte sie nach seiner Darstellung regelrecht ein. „Der Weg war so eng, dass Gäste ihre liebe Not hatten, zu uns zu gelangen. Der Eingang war auf 30 Zentimeter Breite geschrumpft.“ Auch auf dem Parkplatz vor dem Haus habe sich der EVS breitgemacht.

„Durch ein Loch, das die Arbeiter schlugen, ist er jetzt auch noch abgesackt. Und den provisorischen Strommast haben sie auch nicht abgebaut.“ Der Parkplatz hinterm Haus, vom EVS notdürftig eingerichtet, war nach seiner Darstellung alles andere als gelungen. „Bei nassem Wetter müssen die Gäste durch den Matsch stiefeln.“ Jetzt hofft er, dass der EVS und seine Baufirmen bald die Arbeiten abgeschlossen haben, er und seine Gäste künftig von Überschwemmungen verschont bleiben. Vom EVS war trotz mehrmaliger Anfrage keine Stellungnahme zu erhalten – mit dem Verweis, es liege noch kein Ergebnis des Gutachtens vor. Derweil teilt gestern Frederik Theis mit, dass der EVS ein größeres Rohr angeschlossen hat, um die Kapazität zu erhöhen.

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