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Mandanten betrogen: Knast für Saarlouiser Anwalt

Saarbrücken. „Die Vorwürfe sind so gravierend, dass wir keine Gefängnisstrafe zur Bewährung verhängen können.“ Mit diesem Fazit der Vorsitzenden Richterin endete der Prozess gegen einen Ex-Anwalt. Der Jurist hatte für seine Mandanten bestimmten Gelder aus Erbschaften oder von Versicherungen zum Unterhalt seiner Kanzlei benutzt. Wegen zehn Fällen von Untreue mit einem Schaden von 250 000 Euro wurde er deshalb zu zweieinhalb Jahren Haft zu verurteilt. Nach Feststellung der Richter hatte sich der Angeklagte, der nun vor den Trümmern seiner beruflichen Existenz stehe, über Jahre in eine ausweglose Lage manövriert. Er sei immer fleißig gewesen, habe viel gearbeitet und sei ein anerkannter Anwalt gewesen. Aber von Anfang seiner Selbstständigkeit an, habe er einen gravierenden Fehler gemacht.



Private und geschäftliche Gelder nicht getrennt

Er habe nicht sauber getrennt zwischen den eigenen Einnahmen und dem Geld seiner Mandanten. Ein Fremdgeldkonto, das unumgänglich ist, habe er nicht gehabt. Alles sei auf seine normalen Konten, von denen die Kanzlei, die Raten fürs Haus und anderes bezahlt wurden. Diese Konten seien über Jahre überwiegend in den Miesen gewesen. Als es kritisch wurde, habe der Angeklagte die Gelder seiner Mandanten verbraucht.

Beispielsweise das Geld einer Frau, die nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes die Raten für ihr Haus nicht bezahlen konnte und mit der Zwangsversteigerung rechnen musste. Sie hätte aus einer Erbschaft im Ausland 180 000 Euro bekommen sollen. Aber der Großteil des Geldes blieb auf dem Konto des Anwalts hängen. Nun hat die Frau, die auf ein sorgenfreies Leben und ein schuldenfreies Haus gehofft hatte, mehr Schulden als zuvor und fürchtet weiter um ihr Haus. wi

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