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Mangel an Fachkräften an Saar entspannt

„Der Kampf um die besten Köpfe wird sich im Saarland weiter verschärfen“, prophezeit Dietmar Henle von der HWK ob des demographischen Wandels. Der Zuzug ausländischer Facharbeiter sei eine Möglichkeit, dem damit einhergehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Vor allem aus Frankreich locken Handwerksbetriebe laut Henle Arbeitskräfte an die Saar. Allerdings sei die Sprachbarriere ein echtes Hindernis. „Sich allgemein zu verständigen, klappt meist. Aber wenn es dann in die Fachsprache reingeht, wird es schwierig.“ Wie kann diesem Problem zu Leibe gerückt werden? „Derzeit gibt es in vielen Bereichen konkrete Überlegungen. Etwa die Ausbildung junger Franzosen so zu gestalten, dass sie in Frankreich den schulischen Teil der Ausbildung absolvieren und in Deutschland den technischen Teil.“ Das Problem dabei: Frankreich hat, anders als Deutschland, keine duale Ausbildung (Schule und Betrieb).

Hermann Götzinger, stellvertretender Geschäftsführer der saarländischen Industrie- und Handelskammer (IHK), hat indes festgestellt, „dass sich der Fachkräftemangel derzeit ein wenig entspannt hat“. Grund sei einerseits die kleine Konjunkturdelle in Deutschland und im Saarland. Anderseits aber auch die positive Zuzug-Bilanz. „Was die Binnenwanderung angeht, hatten wir im vergangenen Jahr wohl ein kleines Minus. Doch das Saldo mit ausländischen Nationen ist deutlich positiv.“ Als beispielhaft für gelungene Zuwanderung stellt er die italienische Gemeinde an der Saar heraus. Diese Gruppe – eine erste Einwanderungswelle vom „Stiefel“ gab es bereits in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts – habe sich nicht nur vorbildlich integriert, „sie haben auch viele Unternehmen gegründet“.


Laut statistischem Landesamt sind vergangenes Jahr 10.365 Menschen aus dem Ausland ins Saarland eingewandert. Die Zahl der Einwanderer lag damit um 3658 über der der Auswanderer. Die größte Zuwanderungsgruppe stellten Rumänen (1519 Menschen), gefolgt von Franzosen (1329). tog
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