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Mann (19) soll elf Überfälle begangen haben

Saarbrücken. Es dauerte etwa eine Viertelstunde, bis der Staatsanwalt die Anklageschrift verlesen hatte. So umfangreich sind die Vorwürfe gegen einen 19-Jährigen aus Homburg, der sich seit gestern vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten muss. Er soll zwischen Ende Januar und Ende April ein Dutzend Überfälle begangen haben. Bei elf dieser Taten sprach die Staatsanwaltschaft von schwerer räuberischer Erpressung.

Spielotheken, Tankstellen, Lebensmittelläden und sogar Pizzaboten sollen die Ziele des 19-Jährigen gewesen sein. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte bei seinen Überfällen verschiedene Komplizen, gegen die separat ermittelt wird. Sie alle sollen zu einer zwölfköpfigen Räuberbande gehören, die die Kriminalpolizei Homburg nach eigenen Angaben Ende August zerschlagen hat (die SZ berichtete). Die Ermittler rechnen der Bande insgesamt 19 Straftaten zu, für mehr als die Hälfte muss sich unter anderem der 19-Jährige aus Homburg verantworten.

Bei seinen Raubzügen in Homburg, Bexbach, Neunkirchen, Merchweiler und Friedrichsthal soll der damals 18-Jährige seine Opfer zumeist mit einer Schreckschusspistole bedroht und insgesamt gut 8600 Euro erbeutet haben. Dabei sollen er und seine Mittäter jeweils mit einer Sturmhaube maskiert gewesen sein. Am ertragreichsten war laut Anklageschrift der Überfall auf eine Spielothek in Bexbach, bei dem der Angeklagte Ende Januar gemeinsam mit zwei Komplizen 2100 Euro erbeutet haben soll.

Für den Prozess sind noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Am heutigen zweiten Prozesstag will sich der Angeklagte nach Angaben seines Verteidigers erstmals zu den Vorwürfen äußern. gda


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