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Mann aus Schiffweiler zwei Jahre auf der Flucht

Wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe wurde ein Geschäftsmann aus Schiffweiler mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er war über zwei Jahre auf der Flucht. Zielfahnder spürten ihn jetzt in der Ukraine auf.

Saarbrücken/Schiffweiler. Nach über zwei Jahren haben Zielfahnder des Landeskriminalamtes (LKA) die Flucht des früheren Schiffweiler Geschäftsmannes Thomas A. (51) beendet. Der Mann, der vor Jahren in der Autobranche aktiv war, wurde in der ukrainischen Stadt Kirowograd aufgespürt und von der Polizei festgenommen. Dort lebte er mit einer Ukrainerin zusammen.

Gegen ihn existiert ein internationaler Haftbefehl wegen Verdachts der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Nach einer LKA-Mitteilung wurde er bereits am 17. September in Auslieferungshaft genommen und letzte Woche von Kiew nach Deutschland überführt. Er sitzt jetzt in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken in Untersuchungshaft.

Kaufmann Thomas A. hatte sich im August 2007 kurz vor einer Razzia der Steuerfahndung in dem Kfz-Betrieb im Schiffweiler Ortsteil Landsweiler abgesetzt. Der damalige Inhaber der Firma, der offenbar als Strohmann fungierte, kam nach der Durchsuchungsaktion vorübergehend in Haft. Wie es heißt, ist dieses Verfahren mittlerweile längst rechtskräftig abgeschlossen. Der Mann, der angeblich in die dubiosen Geschäftspraktiken nicht eingeweiht war, wird jetzt wahrscheinlich in dem zu erwartenden Prozess gegen seinen Ex-Geschäftspartner als Zeuge gehört werden.

Betriebsprüfer des Neunkircher Finanzamtes waren im Sommer 2007 den Machenschaften des Geschäftsmannes auf die Schliche gekommen und hatten die Steuerfahnder alarmiert. Mit gefälschten Rechnungen soll sich der Kaufmann über fingierte Vorsteuer-Erstattungen etwa drei Millionen Euro vom Fiskus erschlichen haben. Nach den damals beim Finanzamt eingereichten Unterlagen hätten eigentlich Hunderte Autos auf dem Firmenhof stehen müssen.

In diesem Zusammenhang war auch gegen einen Mitarbeiter einer Steuerberatungsgesellschaft ermittelt worden. A. hatte angeblich vor seiner Flucht in Richtung Ukraine noch in einer E-Mail dem Mitarbeiter der Beraterfirma mitgeteilt, dass er niemanden in seine krummen Geschäfte eingeweiht hatte. Erst nach jahrelanger Suche gelang es den Zielfahndern des LKA in Zusammenarbeit mit den ukrainischen Behörden, seinen Aufenthaltsort zu ermitteln: Er war über Odessa nach Kirowograd geflüchtet.



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