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Mann kassierte Arbeitslosengeld unter mehreren Namen

Mit verschiedenen „echten“ Personaldokumenten, die auf unterschiedliche Namen ausgestellt waren, hat ein 62-Jähriger Arbeitslosengeld II an mehreren Orten im Saarland kassiert. Jetzt sitzt er hinter Gittern.


Saarbrücken/Saarlouis.
Für Polizei und Staatsanwälte ist der 62-Jährige aus der kleinen Stadt Übach-Palenberg an der Grenze zu den Niederlanden kein Unbekannter. Zur Zeit verbüßt er wegen schweren Raubes eine Freiheitsstrafe von drei Jahren in der Saarbrücker Justizvollzugsanstalt Lerchesflur. Im April soll ihm vor dem Saarbrücker Schöffengericht erneut der Prozess gemacht werden. Gewerbsmäßigen Betrug zum Nachteil der Sozialkassen und Falschbeurkundung wirft die Staatsanwaltschaft Saarbrücken dem Mann vor, der zuletzt in Saarlouis lebte.
Er soll sich zwischen Juli 2005 und August 2007 bei den ARGE’n in Sulzbach, Dudweiler und Saarlouis mit verschiedenen Personalien und wohl mit passenden Ausweisen Arbeitslosengeld II, Beiträge zur Rentenversicherung sowie Zuschüsse für Unterkunft und Heizung erschlichen haben. Bernd Meiners, Sprecher der Anklagebehörde, bestätigte gestern entsprechende Informationen unserer Zeitung. Der Schaden wird auf 44 000 Euro beziffert.
Wie aber kam der mehrfach Vorbestrafte zu den unterschiedlichen Ausweisen? Angeblich hat er in Rathäusern, etwa in Heusweiler und Sulzbach, glaubhaft versichert, seine Dokumente verloren zu haben, so dass ihm echte vorläufige Ausweispapiere mit den falschen Namen ausgestellt wurden. Damit trat er dann bei der ARGE auf, um die Sozialhilfe zu beantragen. Wegen einer ähnlichen Masche stand der Mann bereits 2004 vor der Saar-Justiz – aber mit einem anderen Namen. Damals wurde er wegen Betruges zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte mit falschen Personalien und unter Vorspiegelung eines Einkommens von 9000 Euro ein Girokonto eröffnet, den eingeräumten Überziehungskredit in dieser Preisklasse abgeräumt und sich schnell wieder abgesetzt. mju
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