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Mann sticht zwei Menschen nieder - Opfer überleben schwer verletzt

Symbolfoto.

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Wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen hat das Saarbrücker Landgericht jetzt einen 59 Jahre alten Mann aus Bous zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Seinen beiden Opfern muss der Mann 4000 beziehungsweise 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Geld kann er über fünf Jahre hinweg in Raten abstottern. Im März 2013 hatte der 59-Jährige eine Party in der Wohnung seines Sohnes besucht. Als das Fest gegen 3.30 Uhr vorbei war und der Mann mit seiner Frau gerade gehen wollte, bemerkte er einen Streit im Obergeschoss des Hauses. Auch dort wurde gefeiert, eine Nachbarin hatte sich jedoch über laute Musik beschwert.

Der Angeklagte kam mit seiner Frau hinzu, im Verlaufe der sich entwickelnden Diskussion stach er mit einem Klappmesser auf den Hausbewohner und einen Gast des Festes ein. Beide wurden lebensgefährlich verletzt und konnten nur durch Notoperationen gerettet werden. Der Oberstaatsanwalt sprach vor Gericht von einem ungewöhnlichen Fall: Der Angeklagte gehöre nicht zur üblichen Klientel des Schwurgerichts. Er ist verheiratet, nicht vorbestraft und hat zwei Söhne, die studieren. Seit seinem 14. Lebensjahr hatte er in einem Industriebetrieb gearbeitet, bis zu dessen Stilllegung. Hartz IV bekommt er nicht, weil seine Frau arbeitet. Würde man ihn ins Gefängnis stecken, liefe der Schmerzensgeldanspruch der Verletzten ins Leere. Mit diesem Urteilsspruch wird er fünf Jahre lang an seine Tat denken müssen.
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