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Mann verbarrikadiert sich - Spezialkräfte holen 43-Jährigen aus Saarbrücker Restaurant

Beamte des Spezialeinsatzkommandos führen den 43-Jährigen ab, nachdem sie sich Zutritt zum Lokal verschafft hatten. Foto: Becker&bredel

Beamte des Spezialeinsatzkommandos führen den 43-Jährigen ab, nachdem sie sich Zutritt zum Lokal verschafft hatten. Foto: Becker&bredel

Straßen abgeriegelt, schwer bewaffnete Polizisten rennen zum Rathaus, Passanten rätseln über die Hintergründe: Lange war völlig unklar, was sich gestern in Saarbrücken abspielte, nachdem kurz vor 10 Uhr plötzlich die Dudweiler Straße und die Betzenstraße sowie die Kupfergasse und der Innenhof des Rathauses abgesperrt wurden und überall Polizeibeamte zu sehen waren.

 

Ursache des spektakulären Einsatzes war ein polizeibekannter 43-Jähriger, der sich in einem „psychischen Ausnahmezustand“ befand. Der Mann hatte sich gegen neun Uhr in einem Restaurant, das seiner Familie gehört, eingesperrt und eine Reinigungskraft bei Dienstantritt rüde weggeschickt. Die Frau war so erschrocken, dass sie die Polizei rief. Fast zeitgleich meldeten sich auch Angehörige des 43-Jährigen besorgt bei der Polizei .

 



Zeugen berichteten der Polizei , der Mann sei verletzt und möglicherweise bewaffnet – weshalb auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) anrückte. Zahlreiche Schaulustige beobachteten den Einsatz. In einigen Medien wurde wild spekuliert, von einer Bewaffnung und sogar von möglichem Terror war die Rede. Bei Facebook wurde auch über Schüsse und Geiseln im Lokal gemutmaßt. Nichts von alledem stimmte.

 

Nachdem es besonders geschulten Beamten der Verhandlungsgruppe nicht gelungen war, Kontakt zu dem Mazedonier aufzunehmen, brach das SEK kurz nach 13 Uhr die Tür zu dem Restaurant auf. Im Keller fanden die Beamten schließlich den 43-Jährigen, der gerade schlief. Er war nach Angaben des Landespolizeipräsidiums leicht verletzt, unbewaffnet und ließ sich widerstandslos festnehmen. Im Restaurant befand sich sonst niemand. Eine Notärztin kümmerte sich um den Mann. Er kam in ein Krankenhaus. Rettungsdienste hatten mit mehreren Fahrzeugen bereitgestanden.

 

Die Gründe für sein Verhalten vermuten die Ermittler in seinem persönlichen Umfeld. „Hinweise auf eine politische Motivation liegen nicht vor; Forderungen stellte der Mann nicht“, teilte ein Polizeisprecher mit.

 

Den Live-Stream mehrerer Medien im Internet ließ die Polizei kurz vor dem Zugriff unterbinden. Zwei Journalisten wurden aufgefordert, die Sendungen einzustellen, ihre Personalien wurden festgestellt. Tausende Nutzer hatten zu diesem Zeitpunkt schon die Beiträge angesehen. Der Einsatz hatte enorme Auswirkungen auf die City, denn Fußgänger-, Auto- und Linienverkehr mussten für Stunden umgeleitet werden.


Hier liegt das Dubrovnik


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