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Mann widersetzt sich Polizei: 450 € Strafe

Zweibrücken. Der Mann war am 27. November vergangenen Jahres so betrunken, dass er sich an den Vorfall, der sich um 21.45 Uhr vor der Zweibrücker Festhalle abgespielt hat, nicht mehr erinnern kann. An jenem Abend wurde eine Polizeistreife gerufen, weil es am Rande einer Tanzveranstaltung, bei der auch die Ehefrau des Angeklagten aufgetreten war, eine Schlägerei gab.

Der Mann fiel den Polizisten vor Ort sofort auf, da er aufgrund seiner Verletzungen stark blutete. Laut dem DRK habe er dringend einer Behandlung bedurft. Als er hierzu von den Beamten aufgefordert wurde, weigerte sich der Betrunkene. Stattdessen habe er – so die Beamten – „aggressiv die Fäuste gezeigt, versucht mit diesen zu schlagen sowie Speichel und Blut gespuckt“. „Ich kann mich an nichts mehr erinnern“, beteuerte der 45-Jährige, der die Ordnungshüter auch beleidigt haben soll. Erst nach Eintreffen einer weiteren Streife gelang es, den Mann zu einem Arzt zu bringen. Bei einer Blutentnahme wurden gut eine Stunde später 2,82 Promille festgestellt.

„Es ist schwer zu sagen, ob er gezielt geschlagen hat“, räumte ein 49-jähriger Polizei- Oberkommissar ein, der an dem Abend dabei gewesen war. Laut ärztlichem Untersuchungsbericht besteht der Verdacht auf Alkoholsucht. In seinem Plädoyer forderte der Oberamtsanwalt (Vertreter der Staatsanwaltschaft) eine Geldstrafe von 450 Euro. Der Widerstand in Tateinheit mit Beleidigung sei „nicht so gravierend gewesen“. Dieser Auffassung war auch Richter Stefan Pick, der dem Antrag entsprach: „Es war unschön – aber es ist nicht zu Verletzungen gekommen“, begründete er das Urteil. Außerdem sei der Angeklagte, der ohne Verteidiger vor Gericht stand, nicht einschlägig vorbestraft. nob
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