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Masserstich: Unfall, Notwehr oder Totschlag?

Saarbrücken. Vor ihnen auf der Anklagebank sitzt seit Mitte Juli ein 33-Jähriger aus der früheren Sowjetunion. Ihm wurde ursprünglich vorsätzlicher Totschlag zur Last gelegt. Der Oberstaatsanwalt und die Opferanwälte sind davon zwischenzeitlich aber abgerückt. Sie haben gestern in ihren Schlussplädoyers eine mehrjährige Haftstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit unbeabsichtigter Todesfolge beantragt.

Sie sind überzeugt, dass der Beschuldigte am 3. Februar dieses Jahres seinen Bekannten und Nachbarn im Streit erstochen hat. Nach einem handfesten Streit am Vortag habe sich das spätere Opfer revanchieren wollen und sei erneut zu seinem Bekannten und Zechkumpanen in die Wohnung gekommen. Dort hätten sich die Männer gestritten, und der Angeklagte habe mit seinem Dolch zugestoßen.

Der Verteidiger des 33-Jährigen beantragte dagegen Freispruch. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme gebe es mehrere mögliche Varianten der Ereignisse. Der ebenfalls stark betrunkene Zechkumpan könnte sich bei der Rangelei selbst tödlich verletzt haben. Oder er könnte den Angeklagten so massiv angegriffen haben, dass der sich wehren musste. wi
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