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Masters-Serie im Saarland startet mit tiefgreifenden Regeländerungen

Das Gesicht des Hallenfußballs im Saarland wird sich in diesem Winter verändern. Der Grund: In der am Freitag in einer Woche beginnenden Qualifikationsserie zum Volksbanken-Masters wird erstmals nach komplett neuen Regeln gespielt. Ursprünglich schrieb der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen Landesverbänden ab diesem Winter die verpflichtende Einführung von Futsal anstelle des traditionellen Hallenfußballs vor. Im Saarland regte sich dagegen jedoch im vergangenen Winter massiver Widerstand.

Mehrere Veranstalter von Qualifikationsturnieren schlossen sich zu einer Interessengemeinschaft „Traditioneller Hallenfußball“ zusammen. Ihr Ziel: Die Einführung des in unserem Bundesland als wenig attraktiv geltenden Futsals zu verhindern. Nach wochenlangen Gesprächen mit der Spitze des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) wurde ein Kompromiss ausgearbeitet, der bundesweit einmalig ist. Grob zusammengefasst wird im Saarland weiter der traditionelle Hallenfußball gespielt – jedoch mit vielen Elementen die aus dem Futsal. „Wir hoffen, dass sich das alles schnell einspielt“, sagt Josef Kreis vom Masters-Organisationsteam des SFV.

Unter anderem über die Regeländerungen informiert der Verband heute ab 11.30 Uhr auf der traditionellen Pressekonferenz vor dem Start in die Hallenrunde. Die wichtigsten Neuerungen: Die Spiele werden künftig von zwei gleichberechtigten Schiedsrichtern geleitet. Das Einrollen des Balles wird durch das Einkicken mit dem Fuß ersetzt, der Abstoß durch den Torabwurf. Für mehr Spielfluss soll eine neue Zeitregel sorgen. Hat der Ball das Spielfeld verlassen, muss er innerhalb von vier Sekunden wieder ins Spiel gebracht werden. Auch der Torwart darf den Ball in der eigenen Hälfte künftig nur noch vier Sekunden kontrollieren.

Verboten ist ab sofort das Grätschen am Mann. Neu ist, dass es keine Zwei-Minuten-Zeitstrafe mehr gibt, sondern nur noch Gelbe, Gelb-Rote und Rote Karten. Nach einem Platzverweis muss das Team, gegen das der Platzverweis verhängt wurde, zwei Minuten in Unterzahl agieren. Diese wird beendet, wenn das Team während der Unterzahl ein Tor kassiert.

Ebenfalls neu ist auch, dass die Fouls, die ein Team pro Spiel begeht, gezählt werden. Ab dem sechsten Mannschaftsfoul gibt es bei jedem Foulspiel einen Zehn-Meter-Strafstoß für den Gegner. Eine letzte wichtige Regeländerung betrifft das Siebenmeterschießen. Hier treten künftig zunächst nur noch drei statt bislang fünf Spieler an.

Die Schiedsrichter wurden in den vergangenen Wochen seitens des Verbandes entsprechend geschult. Für die Vereine gab es Infoveranstaltungen und Info-Blätter. Anwendung finden die neuen Regeln bei allen 48 Qualifikations-Turnieren der Masters-Serie.

Mit diesen 48 Turnieren gibt es übrigens zwei weniger als im vergangenen Winter . Die SV Elversberg , Borussia Neunkirchen , die FSG Bous und die SG Morscholz-Steinberg veranstalten keinen „Budenzauber“ mehr. Das Turnier der SV Elversberg war in den vergangenen beiden Jahren das bestbesetzte der Serie. „Wir verfolgen mit dem Ausbau unseres Nachwuchsleistungszentrums, dem Stadion-Umbau und dem angestrebten Aufstieg in die 3. Liga große Ziele. Ein Qualifikationsturnier in der bisherigen Größenordnung auszurichten, bedeutet einen großen Aufwand, deshalb haben wir uns dagegen entschieden, weil die anderen Ziele Priorität genießen“, sagt Elversbergs Vorsitzender Verwaltung, Marc Strauß.

Neu im Masters-Kalender sind die Veranstaltungen der SSV Saarlouis und des TuS Rentrisch. Ursprünglich wollte auch der FV Matzenberg erstmals mit einem Turnier an der Masters-Serie teilnehmen, der FV bekam aber nicht genügend Teilnehmer zusammen.
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