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Medizinstudenten unterstützen Homburger Tafel

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Woran muss man sparen, wenn man ein Paar Socken braucht? An Nahrungsmitteln, lautet die Antwort der Homburger Tafel, die das Problem nach acht Jahren Arbeit mit bedürftigen Menschen nur zu gut kennt. Medizinstudenten, die hier in Homburg studieren, haben nun aus dem Gesamt-Erlös von 2000 Euro aus den Einnahmen des Unikinos die Hälfte an die Homburger Tafel gespendet, die andere Hälfte geht an die Kinderund Jugendpsychiatrie.

Filme im Hörsaal

Das Team aus zehn Studenten bietet jedes Semester Filmvorstellungen an, die in einem Hörsaal stattfinden und an denen man für 1,50 Euro teilnehmen kann. Der größte Prozentsatz dieses Geldes geht für Lizenzen drauf. Erst zusätzliche Spenden und besonders die Einnahmen beim Verkauf von Popcorn und Getränken ermöglichten eine Spende wie diese. Und die Tafel kann sie gut gebrauchen: „Pro Ausgabetag kommen zirka 200 Menschen, die im Schnitt zwischen drei und vier Personen zu versorgen haben“, sagt Roland Best, Vorsitzender des Vereins Homburger Tafel. Insbesondere Familien mit Kindern, alleinerziehende Mütter oder Väter und Rentner nähmen die Chance auf eine kostenfreie Nahrungsmittelausgabe wahr, ergänzt Stephanie Wellner, die im Vorstand der Tafel ist.

Auch wenn beim ersten Besuch keiner weggeschickt werde, seien die Voraussetzungen für eine mehrfache Nutzung streng geregelt. Die Tafel, in der die Mitarbeiter ehrenamtlich tätig sind und die sich aus Spenden finanziert, sammelt qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können. Darunter fallen beispielsweise Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern oder auch Backwaren vom Vortag. „Es ist erschreckend, was alles im Müll landen würde!“, sagt Lucie Bauer, Mitglied des Teams des Unikinos beim Anblick der Brotmengen der Homburger Tafel.

„Wir sehen uns vor allem als Vermittler zwischen den Geschäften, die die Essensspenden machen, und den Menschen, die das Essen benötigen,“ erklärt Roland Best. Dabei sei Qualitätssicherung das A und O. Damit das Essen gut bei den Menschen ankomme, benötige die Tafel Kühlund Lieferfahrzeuge.

Jede helfende Hand willkommen

Das Geld der Studenten kommt einem solchen Transport-Arbeitstier, wie Roland Best es nennt, zugute. „Wir freuen uns sehr über die Spende der Studenten, hoffen aber aufgrund der Anschaffung des teuren Lieferfahrzeuges auf weitere Spenden,“ fügt er hinzu. Außerdem seien Kleiderspenden und jede helfende Hand jederzeit willkommen. sp

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