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Mehr Einbrüche in der dunklen Jahreszeit

Im Schutz der Dunkelheit sind Einbrecher weitaus aktiver als in den Sommermonaten. (Symbolbild)

Im Schutz der Dunkelheit sind Einbrecher weitaus aktiver als in den Sommermonaten. (Symbolbild)

Saarbrücken. Wenn die Tage kürzer werden, machen Langfinger Überstunden. Im Schutz der Dunkelheit sind Einbrecher weitaus aktiver als in den Sommermonaten. Das ist auch im Saarland nicht anders: Bereits im Oktober war die Zahl der Einbrüche hierzulande doppelt so hoch wie im September. Das hat die saarländische Polizei auf SZ-Anfrage mitgeteilt.

Genaue Zahlen will die Polizei nicht nennen, weil diese noch nicht gesichert seien. Doch auch die Zahlen der letzten Jahre belegen den Trend: 2010 waren es im September noch 102, dann im Oktober schon 165, 2011 wurde im September 125 Mal eingebrochen, im Oktober dann 165 Mal.

„Am häufigsten kommen Wohnungseinbrüche am Nachmittag vor“, sagt Barbara Freydag von der Polizeilichen Kriminalprävention des Landespolizeipräsidiums. Polizei-Sprecher Georg Himbert bestätigt das. Die optimale Zeit für Langfinger sei, „wenn es zwischen vier und fünf Uhr schon dunkel wird, viele Berufstätige noch nicht zu Hause sind und sich keine Nachbarn mehr im Garten aufhalten“.

Die Diebe seien vor allem auf Bargeld aus und alles, was sich schnell zu Bargeld machen lässt: vor allem Schmuck und elektronische Geräte. Doch während die ganzjährige Zahl der Einbrüche bundesweit seit Jahren steigt, bleibt sie im Saarland wenigstens einigermaßen konstant. Fast 370 Millionen Euro Schaden haben Einbrecher im vergangenen Jahr 2011 bundesweit verursacht, wie aus der polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Demnach seien die meisten Diebe keine Profis. Mehr als ein Drittel der Einbrüche scheitere bereits durch gut gesicherte Häuser oder Wohnungen.

Um sich richtig zu schützen, bietet die Präventionsstelle der saarländischen Polizei kostenlose Beratungen an. „Am Telefon, aber wir kommen auch nach Hause“, erklärt Freydag. Denn neben den üblichen Tipps wie Fenster schließen und Türen absperren bietet die Präventionsstelle eine individuelle Analyse der Wohnung oder des Hauses. „Dabei untersuchen die Kollegen, wie die Umgebung beschaffen ist oder ob Berufstätige oder ältere Menschen in der Umgebung wohnen“, sagt Freydag. Berufstätige seien häufiger unterwegs und achten zum Beispiel weniger darauf, was in der Nachbarschaft passiert. „Vor allem für diejenigen, die sowieso Umbaumaßnahmen planen, ist eine solche Beratung sinnvoll“, sagt Freydag. Doch hundertprozentige Sicherheit gebe es aber nicht.

Ob es Häuser gibt, die mehr oder weniger gefährdet sind, lasse sich schwer sagen. „Studien besagen aber zum Beispiel, dass Einbrecher in Einfamilienhäusern eher durch Balkontüren und Fenster einsteigen, in Mehrfamilienhäusern kommen sie eher durch die Haustür.“ Mit technischen Maßnahmen wie Türsprechanlagen, Ketten an der Tür oder Überwachungskameras, könne man das Sicherheitsgefühl erhöhen. Freydag bedauert, dass viel zu wenige Bürger die Bauberatung annehmen würden. Nur etwa die Hälfte derer, bei denen schon einmal eingebrochen wurde, ließ sich danach beraten, so die Polizistin.

Die Präventionsstelle der saarländischen Polizei berät kostenlos sowohl am Telefon als auch vor Ort zu Hause, Tel. (0681) 9623535.


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