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Mehr Freiräume für Saar-Schulen bei Unterrichtsgestaltung und Finanzen

Ab dem neuen Schuljahr erhalten alle Schulen im Saarland mehr Freiräume bei der Gestaltung des Unterrichts und ihrer Finanzen. Das teilte das saarländische Bildungsministerium auf SZ-Anfrage mit. So dürfen die Schulen beispielsweise die Unterrichtszeiten flexibler einteilen, ohne vorher Rücksprache mit dem Ministerium zu halten. Auch die Stundenzahl einzelner Fächer in einem Jahrgang können sie erhöhen und im Gegenzug bei anderen Fächern reduzieren. Notenzeugnisse dürfen künftig um eine schriftliche Beurteilung ergänzt werden, zudem können auch Grundschulen und Förderschulen das 15-Punkte- System anstelle der Notenskala von 1 bis 6 einführen. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Schulkonferenz zustimmt. Das Kabinett gab dafür bereits grünes Licht.

Für besondere Projekte sollen Schulen künftig Anteile von Lehrerstellen in ein Geldbudget umwandeln können, aus dem sie beispielsweise externe Künstler bezahlen. Vorgesehen ist auch die Option, dass Schulen neue Lehrerstellen – ihrem Bedarf entsprechend – selbst ausschreiben dürfen. Dafür muss jedoch ein Antrag beim Ministerium gestellt werden.

In den vergangenen sieben Jahren hatten 17 Schulen verschiedener Schulformen diese Möglichkeiten im Rahmen des Modellversuchs „Selbstständige Schule“ getestet. Nach Abschluss des Projekts am 1. August zieht das Bildungsministerium nun eine positive Bilanz und spricht sich für eine Ausweitung des Modells aus. „Wir geben allen saarländischen Schulen die Möglichkeit, von den guten Erfahrungen des Modellversuchs zu profitieren“, sagte Bildungsminister Ulrich Commerçon ( SPD ). Sie erhielten damit „erweiterte Freiheiten, um Qualitätsverbesserungen in der schulischen Bildung bewirken zu können“.

Lehrerverbände üben hingegen Kritik. Um die Konzepte umzusetzen, benötigten die Schulen mehr Mittel. Sie warnen davor, den Schulen noch mehr Aufgaben aufzubürden und dadurch Sparmaßnahmen zu verschleiern.
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