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Mehr Parkplätze am Saarbrücker Hauptbahnhof

Der Saarbrücker Hauptbahnhof.

Der Saarbrücker Hauptbahnhof.

Saarbrücken. Die Europa-Fahne sowie die Flaggen des Saarlandes und der Stadt Saarbrücken wehen vor der neuen Glasfassade im Wind. Im Tagungs- und Unternehmerzentrum „Entrez“ (Kommen Sie herein) auf dem Gelände hinter dem Hauptbahnhof stoßen die Gäste auf die Eröffnung an. Die hatte sich einige Monate verzögert. Selbst im Hauptbahnhof wirbt die Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) auf einem Plakat noch damit, das „Entrez“ werde im Herbst 2011 fertig. Nun ist es Mai 2012 – trotzdem gibt es nur fröhliche Gesichter, und die Sonne lächelt dazu. Denn mit dem Gebäude weihen GIU-Geschäftsführer Jürgen Schäfer und Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) auch noch die Verlängerung der Europa-Allee und den Platz am Nordeingang des Hauptbahnhofs ein. 46 Kurzzeitparkplätze sind hier entstanden. Bürger können die Bahnreisenden außerdem kurz absetzen, verabschieden und weiterfahren. Für die Taxen gibt es eine separate Spur und überdachte Abstellplätze für Fahrräder.

Schäfer ist überzeugt, dass die neuen Parkplätze für weniger Verkehr in der Innenstadt sorgen. Nun müssten die Bürger nicht mehr durch die Innenstadt fahren, um zum Hauptbahnhof zu kommen. Auf dem Gelände des „Quartiers Eurobahnhof“ werde auch noch ein Parkhaus entstehen.

Schäfer freut sich, dass das 1600 Quadratmeter große Tagungs- und Unternehmerzentrum fertig ist und bis auf ein Ladenlokal im Erdgeschoss vermietet sei. Zunächst sollten hier deutsche und französische Firmen einziehen und das Gebäude „Vitrine de France“ heißen. Doch die GIU änderte das Konzept und beharrte nicht mehr auf Firmen aus dem Nachbarland. Nun zog zum Beispiel Paul Richard Gottschalk von der Kanzlei Gottschalk, Becker & Partner ins „Entrez“ und bezog mit seinen Mitarbeitern rund 1000 Quadratmeter Bürofläche. Als Dankeschön überreicht ihm GIU-Geschäftsführer Schäfer ein Kunstwerk in den Tagungsräumen, die auch Gottschalk für Veranstaltungen nutzen wolle. Die Kanzlei war zuvor in einer Villa am Staden, berichtet Gottschalk: „Dort sind wir aber an unsere Grenzen gestoßen.“ Vom neuen Standort ist er begeistert: „Ich bin ein leidenschaftlicher Bahnfahrer.“ Nun kann er vom Büro direkt zum Bahngleis laufen und zu seinen Mandanten fahren. Auch die Mischung zwischen Unternehmen und Kulturangeboten gefalle ihm sehr, betont Gottschalk.

Für Oberbürgermeisterin Charlotte Britz ist das neue Stadtviertel ein Erfolg. Sie lobt die gute und schnelle Bahnverbindung nach Paris und die Nähe zur Autobahn. „Die Unternehmen haben an uns geglaubt. Auch der Stadtrat und die Landesregierung stehen dahinter“, erklärt die Verwaltungschefin.

Jürgen Schäfer blickt bereits in die Zukunft. Die Straßenbaumaßnahmen seien zu 90 Prozent und demnächst komplett abgeschlossen, nur zwei Grundstücke seien noch frei. Bis 2015 soll nach seinen Angaben die letzte Baulücke geschlossen sein. „Wo geht’s denn dann weiter, Frau Britz?“, fragte er. Doch die stieß erstmal auf den Baufortschritt im neuen Stadtviertel an.


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