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Mehr Qualität für Schulessen gefordert

Saarbrücken. SPD, FDP, Grüne und Linke warfen der Landesregierung vor, sich nicht ausreichend um ein gesundes Essen an den Schulen zu kümmern. Hintergrund der scharfen Kritik ist eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung, die von der SZ gestern veröffentlicht wurde. Darin halten die Experten die Qualität der Schulverpflegung im Saarland für problematisch. Bei 20 Prozent der Schulen sehen sie „dringenden Veränderungsbedarf“.

Das Gutachten war 2008 für die Landesregierung erstellt worden. SPD-Fraktionsvize Ulrich Commerçon unterstrich die Bedeutung eines gesunden, nährstoffreichen und schmackhaften Essens an den Schulen. Deshalb sollten Qualitäts-Mindeststandards geschaffen werden. Für die Lieferanten (Caterer) der Essen müsse gelten: „Wer sich nicht daran hält, fliegt raus“, forderte der SPD-Politiker. Optimal sei frisch zubereitetes Essen, das es allerdings an den wenigsten Schulen gäbe. Commerçon plädierte für ein Schulessen zu einem „anständigen und fairen Preis“ – beispielsweise durch Kooperationen der Schule.

Zurzeit zahlen Schüler etwa drei Euro. Für die Grünen sagte Parteichef Hubert Ulrich, statt nur den niedrigsten Preis im Auge zu haben, müssten bei der Schulverpflegung die Ausgewogenheit der Ernährung und gesundheitliche Aspekte im Mittelpunkt stehen. Manfred Baldauf (FDP) monierte, dass die Landesregierung die Studie monatelang unter Verschluss gehalten habe. Barbara Spaniol (Linke) nannte die schlechten Noten für die Schulverpflegung ein „Armutszeugnis für die Landesregierung“. Der Chef der CDU-Landtagsfraktion, Jürgen Schreier, versicherte: „Am Schulessen wird nicht gespart. Es ist gehandelt worden.“ So seien bereits 2008 bei der „Freiwilligen Ganztagsschule plus“ Richtlinien für eine gesunde Mittagsverpflegung festgelegt worden. gp 
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