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Mehr Saarländer wollen einen Waffenschein

Nach den Übergriffen auf Frauen in Köln in der Silvesternacht setzen immer mehr Saarländer auf Selbstschutz und beantragen einen sogenannten kleinen Waffenschein. Seit Jahresbeginn gingen insgesamt bereits rund 150 Anträge ein, wie eine Umfrage der SZ bei den ausstellenden Behörden ergab. Die Bescheinigung wird für das Führen von Schreckschuss-, Reiz- und Signalwaffen benötigt.

Spitzenreiter ist der Landkreis Saarlouis mit 36 eingereichten Anträgen. Im Gesamtjahr 2015 waren es dort 110 gewesen. Dicht dahinter liegt der Landkreis St. Wendel. Nach Angaben der Pressestelle wurden dort seit Monatsbeginn 29 Anträge abgegeben, insgesamt 45 waren es im Vorjahr. Der Landeshauptstadt Saarbrücken und dem Saar-Pfalz-Kreis – ohne die Stadt St. Ingbert – liegen je 21 Anträge vor, 2015 waren noch jeweils 52 bewilligt worden. Im restlichen Regionalverband beantragten in den ersten beiden Wochen des Jahres zwölf Bürger den kleinen Waffenschein. „Das sind so viele wie im gesamten ersten Halbjahr 2015“, sagte Pressesprecher Lars Weber.

In den Landkreisen Neunkirchen und Merzig-Wadern zeichnet sich der zunehmende Trend nicht erst seit Januar ab. Allein im Kreis Neunkirchen wurden im Dezember 18 Anträge gestellt, seit Silvester kamen zehn weitere dazu. Auch Nathalie Hammes, Sprecherin des Landkreises Merzig-Wadern, verzeichnet steigende Antragszahlen „bereits seit Mitte letzten Jahres“. Im Januar gingen bislang zwölf Anträge ein, im vorigen Jahr wurden insgesamt 59 gestellt. Schlusslicht ist St. Ingbert mit neun Anträgen gegenüber 19 im Gesamtjahr 2015.

Nach den Kölner Übergriffen sitzt inzwischen ein erster Tatverdächtiger wegen des Vorwurfs sexueller Nötigung in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Köln mitteilte, stammt der 26-Jährige aus Algerien. Sieben weiteren U-Häftlingen werden Diebstahl und andere Delikte vorgeworfen.

Die CDU will nun offiziell auch Tunesien, Marokko und Algerien zu sicheren Herkunftsstaaten erklären lassen. Das beschloss gestern die Parteispitze. Damit können Asylanträge schneller abgewickelt und abgelehnte Asylbewerber direkt abgeschoben werden. > e, Interview

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