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Mehr als 500 Mountainbiker in St. Ingbert



St. Ingbert. Es hagelte wieder mal Superlative. Von "gigantisch" über "bombastisch" bis "besser geht's nicht". Den Verantwortlichen vom Radsportclub (RSC) St. Ingbert ging's natürlich runter wie Öl.

Sie haben das Lob von allen Seiten aber auch verdient. Denn auch der 9. Mountainbike-Marathon am Sonntag war wieder beste Werbung für den spektakulären Bike-Sport. Insgesamt gingen in den drei Rennen knapp über 500 Teilnehmer an den Start. Der älteste, Günther Hüsch von den Elversberger Matschfindern ist Jahrgang 1943, der jüngste Jonas Haas vom RSC St. Ingbert Jahrgang 1998.

Hüsch startete auf der Kurzstrecke über 48 Kilometer, der zehnjährige Jonas nahm die Ministrecke über 29 Kilometer unter die Pedale. Gestern tobten sich auf der Langstrecke 86, der Mittelstrecke 307 und der Ministrecke 111 Artisten auf zwei Rädern rund ums Betzental nach Herzenslust aus. Die allermeisten von ihnen ambitionierte und topfite Breitensportler.

"Schön, dass sie bei unserem Marathon die Möglichkeit haben, sich auch mal mit den Profis zu messen", betonte der RSC-Vorsitzende Bernhard Betz. Darum gehe es auch dem Hauptsponsor, der Bank1Saar, bestätigte deren Marketingleiter Herbert Herges. Der betätigte sich gestern zusammen mit Sohnemann Alexander (14) auf der Kurzstrecke auch sportlich.

"Es dürfte schwer sein, so was noch zu toppen", schwärmte hinterher sogar der Sieger auf der Langstrecke über 95 Kilometer, Profi-Mountainbiker Tim Böhme vom Team Alb Gold Müssingen. Böhme hatte im Ziel nach 3.43:34:3 Stunden die beiden Team-Kameraden Hannes Genze und Torsten Marx im Schlepptau. Katrin Schwing, die Gewinnerin bei den Frauen, war nicht nur deshalb glücklich, "weil alles Drumherum super war", sondern "weil mein kaputtes Kreuz gehalten hat und ich den Hattrick geschafft habe". Denn zum dritten Mal hintereinander fuhr die 36-Jährige aus Mosbach beim Marathon als Erste durchs Ziel im Betzentalstadion.

Eine neue Best-Marke, die noch Jahre Bestand haben dürfte, setzte der Gewinner der Kurz-Strecke. Patrick Uhlig aus Freiburg, der für das Ghost Racing Team an den Start geht, benötigte für die 48 Kilometer auf der St. Ingberter "Knüppelstrecke" nur 1.53:45,7 Stunden. Und war damit satte sechs Minuten schneller als der Zweite Dominik Bloesch. Uhlig, der im letzten Jahr in St. Ingbert noch schwer gestürzt war, wertete das Rennen "als optimale Vorbereitung auf die deutsche Meisterschaft in drei Wochen in Singen." Lokal-Matador Sascha Schwindling, fuhr "locker durch", wurde Siebter, war aber hauptsächlich froh darüber, "dass mein Handgelenk keine Probleme gemacht hat."

Fehlt noch das Ergebnis auf der Ministrecke. Dort ließ sich Marcel Fleschhut aus dem Schwarzwald die Butter nicht vom Brot nehmen. Sieben Minuten vor dem zweiten Ragnar Wirths vom SV Beitond sind ein deutlicher Beleg für die Überlegenheit des Kirchzarteners. Aber auch die Gastgeber vom RSC St. Ingbert durften einen Sieger feiern.

Der 15-jährige Tobias Burgard rechtfertigte als Erster auf der Ministrecke der Jugend seinen Ruf, eines der hoffnungsvollsten saarländischen Mountainbike-Talente zu sein. In der Zeit von 1.19:44,6 Stunden war er etwa 40 Minuten schneller als Bruder Tobias. Aber der ist auch erst 11.

Schlusswort des Cheforganisators Jörg Grünbeck: "Es war ein perfekter Tag heute. Mein Dank geht an alle, die mit zum Erfolg unseres 9. Bank1Saar-Marathon beigetragen haben - und das schon seit Wochen. Wir freuen uns schon jetzt auf den 10. im nächsten Jahr."

Das tut auch Herbert Herges vom Hauptsponsor. "Auch wir sind dann wieder mit im Boot", versprach er den Verantwortlichen des RSC St. Ingbert.



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