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„Mehr als ein Jahr können wir nicht planen“

Merzig. Es waren im vergangenen Jahr in erster Linie die Produktionskosten, die nach Aussage von Drahtcord-Geschäftsführer Josef Lottes die Unternehmensleitung zur Schließung einer Produktionsstätte veranlassten. „An unserem Standort Slatina in Rumänien liegen die Produktionskosten für Stahlcord 40 Prozent unter denen in Deutschland.“ Es gebe die generelle Tendenz in der Automobil- und Reifen-Industrie, die Produktion zunehmend in Niedriglohnländer und dabei bevorzugt in Ostblockstaaten zu verlagern. „Und die Zulieferer ziehen dann mit.“ Die anstehende Schließung der Produktionshalle habe nichts mit der Qualität der Produkte oder der Motivation der Beschäftigten am Standort Merzig zu tun, sondern einzig und allein mit dem Arbeitskosten-Niveau in Deutschland: „An die rumänischen Kostenstrukturen kommen wir nicht heran“, sagte Lottes. „Rein menschlich sind mir die Mitarbeiter nahe, denn sie machen den Erfolg dieses Unternehmens aus.“ Er betonte, die Geschäftsführung habe bei den zurückliegenden Sozialplan-Verhandlungen „alles getan, um in einem gegebenen Kostenrahmen die Schließung so sozialverträglich wie möglich zu gestalten“.

Lohnkosten-Anteil geringer

Nun richte sich das Augenmerk von Werksleitung und Betriebsrat darauf, die verbleibende Produktionshalle mit rund 100 Beschäftigten zukunftssicher zu machen. Dort sei der Lohnkosten-Anteil geringer, da die Stahlcord-Produktion wesentlich personalintensiver sei als die Verarbeitung seiner Vorprodukte. Aber auch hier kann Lottes keine langfristigen Perspektiven aufzeigen: „Mehr als ein Jahr können wir derzeit nicht verbindlich zusagen und planen. Unser Blick geht natürlich über dieses eine Jahr hinaus, sonst hätten wir uns nicht die Mühe mit den jetzt anstehenden Umbesetzungen und Einarbeitungen der Mitarbeiter gemacht.“ Auch Gerd Spath unterstrich, dass nach Abschluss der Sozialplan-Verhandlungen jetzt die Zukunftssicherung des Standortes Merzig im Zentrum der Arbeit des Betriebsrates stehen werde. cbe

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