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Mehr illegale Kampfhunde in Rheinland-Pfalz: Kein Anstieg im Saarland

Trier/Saarbrücken. Die Zahl der illegal gehaltenen Kampfhunde ist in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Monaten nach Beobachtungen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) gestiegen. Dazu hätten insbesondere Einfuhren aus Osteuropa beigetragen, teilte die Ordnungsbehörde in Trier mit. Wie eine Behördensprecherin Nachfrage der Saarbrücker Zeitung berichtet, würden die Kampfhunde auf bestimmen Internetseiten zum Verkauf angeboten, ohne dass die Tiere registriert seien. 

Die Behörde habe Daten wie den Wohnort der Züchter an rheinland-pfälzische Gemeinde und Landkreise weitergeleitet. „Die kommunalen Ordnungsämter überprüfen dann, ob die erlaubnispflichtigen Hunde registriert sind“, sagt die Sprecherin. Sei dies nicht der Fall, könne in Rheinland-Pfalz ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro verhängt werden. Solche Tiere seien wegen der dort vorherrschenden Zuchtbedingungen häufiger krank oder entwickelten aggressives Verhalten. Die Zahlen der legal gehaltenen gefährlichen Hunde ist dagegen in Rheinland-Pfalz stark rückläufig, sie sank von 4018 im Jahr 2001 auf 1606 in diesem Jahr.



Grund ist laut ADD ein entsprechendes Landesgesetz.  Demnach sind Hunde der Rassen American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier oder Pitbull Terrier erlaubnispflichtig und dürfen nur unter strengen Auflagen ausnahmsweise gehalten werden. Die Steuern sind deutlich höher als für andere Hunde. Auch im Saarland sind gemäß saarländischer Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden diese drei Hunderassen erlaubnispflichtig. Allerdings bedarf es einer solchen Erlaubnis nur dann, wenn der Halter durch einen Wesenstest nicht nachgewiesen hat, dass das Hund für Menschen und andere Tiere nicht gefährlich ist. Hingegen gibt es laut saarländischem Innenministerium „keine Erkenntnisse“ über eine Zunahme illegal gehaltener Kampfhunde aus Osteuropa.
bera
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