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Mehrere Autos gingen in Güdingen in Flammen auf

Güdingen.  Die Angst bleibt, auch wenn der Brand Vergangenheit ist. „Das sitzt Ihnen im Kopf. Sie fühlen sich im eigenen Haus nicht mehr sicher“, sagt der Mann. Nichts ist mehr, wie es vor jener März-Nacht war. Ein trockenes, unablässiges Knallen wie von 100 explodierenden China-Böllern zerfetzte in der Nacht zum 3. März die Stille. Das Getöse riss die Bewohner des Anwesens in Güdingen aus dem Schlaf.

Der Alptraum folgte: Das Auto der Familie, ein praktischer französischer Hochdachkombi, stand in Flammen. Das Feuer fraß sich in die Wände der Garage und heizte das Wellasbestdach so gewaltig auf, dass Stücke mit jenem eigenartigen, trockenen Knallen in die Dunkelheit flogen.
Minuten später waren die Retter da, kämpfte die Feuerwehr die Flammen nieder. Das Ganze war das kriminelle Werk eines Brandstifters. Zurück bleiben Ratlosigkeit, Angst und die Wut über den Schaden am Auto, an den Gebäuden, an der Einfahrt. Erste vorsichtige Schätzung: 42.000 Euro.

Doch das war in den zurückliegenden Monaten nicht der einzige Schaden nach Brandstiftungen an Pkws. Alle in Güdingen. Alle auf dieselbe Weise verübt und mit einem Gesamtschaden um die 100.000 Euro.
Vier dieser Brände gab es im November und Dezember 2011, dann nach längerer Pause, folgte jener in der Nacht zum 3. März. So etwas nennt die Polizei eine „Häufung“. Spezialisten der Polizei in Brebach müssen ermitteln, wer dahinter steckt. Denn: „Da müssen wir gezielt was machen“, sagt Helmut Schliwinsky. Er leitet die Inspektion Brebach.
Nach den Vorfällen zeigte die Polizei verstärkt Präsenz in Güdingen. Unterdessen gingen Experten vom Kriminaldienst an die Arbeit. Die Spezialisten verglichen die Brände mit älteren Vorfällen, prüften Alibis und suchten nach Gemeinsamkeiten zwischen den Taten. Sie haben noch ein hartes Stück Arbeit vor sich. Denn aus den fünf Bränden lässt sich bislang kein verräterisches Muster erkennen.

Helmut Schliwinsky fasst zusammen: „Die Tatorte sind so über Güdingen verteilt, dass sich daraus keine Schlüsse ziehen lassen. Auch die Tatzeiten sind über den Tag verteilt. Mal brannte es zwischen 16 und 17 Uhr, mal kurz vor 7, mal in der Nacht.“ Und die Autos? „Ganz normale Pkws, Mittelklassemodelle, etwa von Ford, Peugeot oder Audi.“
Aus all dem kann die Polizei nichts ableiten, was auf den Täter schließen lässt. Tipps gegen Autobrandstifter kann sie auch nicht geben. Aber sie hofft auf Zeugen.

Hinweise an die Polizeiinspektion Brebach, Telefon (0681) 98720.


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