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Meistertitel: 1. FC Saarbrücken zieht in die 3. Liga ein

Blau-schwarze Glückseligkeit erlebten FCS-Fans am 6. Juni 2004: Torhüter  Peter Eich (Mitte) parierte einen Elfmeter. Er sicherte den Aufstieg in Liga zwei. Jetzt wird der Aufstieg in Liga drei gefeiert.

Blau-schwarze Glückseligkeit erlebten FCS-Fans am 6. Juni 2004: Torhüter Peter Eich (Mitte) parierte einen Elfmeter. Er sicherte den Aufstieg in Liga zwei. Jetzt wird der Aufstieg in Liga drei gefeiert.



Es ist vollbracht: Dank des 2:2 von Bayer Leverkusen II in Lotte ist dem 1. FC Saarbrücken der Meistertitel in der Regionalliga nicht mehr zu nehmen. Im Auswärtsspiel beim Bonner SC kann der FCS am Samstag mit dem Schaulaufen beginnen.

Bonn. Am Freitag um 20.48 Uhr brachen im Dorint in Bonn alle Dämme. "Vierte Liga war schön - Zeit für uns zu gehen", hallte es durch das sonst beschauliche Hotel. Die Spieler des 1. FC Saarbrücken feierten so das 2:2 der Sportfreunde Lotte gegen Bayer Leverkusen II - und den damit perfekten Meistertitel des FCS in der Regionalliga.

Natürlich hatten alle das Spiel des Konkurrenten verfolgt - im Internet, im Videotext oder live per Telefon. "Mike Brückerhoff hat eine Live-Leitung gelegt", sagte Nico Weißmann, "das ist einfach nur geil." Auch die Franzosen Nabil Dafi, Jonathan Zydko und Metin Caner tanzen um die Wette. "Endlich. Der Druck war schon enorm", sprudelte es aus Dafi heraus, "das haben wir uns mehr als verdient." Stürmer Markus Fuchs schien es noch gar nicht richtig begriffen zu haben und stammelte nur: "Wahnsinn. Das ist Wahnsinn."

Marc Lerandy sagte: "Hätte das einer nach den ersten beiden Spielen (0:6 gegen Elversberg, 1:3 gegen Trier, Anm. d. Red.) gesagt, dass wir in Bonn durch den Wald laufen und Meister werden, den hätte ich für verrückt erklärt."

Nur einer war im ersten Jubel nicht zu finden: Trainer Dieter Ferner. Der wollte zunächst mit seinen Gefühlen alleine in seinem Zimmer bleiben. Fast 45 Minuten später war Ferner dann da. "Es wäre zwar schöner gewesen, wir hätten es selbst entschieden, aber das ist mir jetzt so was von egal. Wir werden etwas feiern, aber wir dürfen gegen Bonn auch nicht wie ne Kirmestruppe auftreten", sagte Ferner ruhig.

Jubel im Sportheim
Weniger ruhig war es im FC-Sportheim. Von Minute zu Minute wuchs dort die Stimmung, bis die erlösende Nachricht vom Schlusspfiff kam. "Geil, das hätte ich nicht gedacht", sagte Fan Markus Flesch, bevor es für ihn auf die Nachtschicht ging. Ohne Schlaf will Flesch dann nach Bonn fahren. Otto Welsch, der den Verein seit 1954 begleitet, kann sich an keinen Doppelaufstieg der ersten und zweiten Mannschaft erinnern. Auch Andreas Fellhauer, Trainer des FCS II und Co-Trainer von Dieter Ferner, genoss den Abend. "Der Zusammenhalt und der unbedingte Wille. Jeder lief für den anderen", lobte "Felle" das Team und meinte: "Damit hat niemand gerechnet."

FCS-Präsident Horst Hinschberger erlebte den Aufstieg im Gespräch mit Hauptsponsor Hartmut Ostermann. "Ich bin stolz auf den Trainer und die Jungs. Dieter Ferners Kunst war es, Einzelspieler zu einer Mannschaft zu formen, die alles gegeben hat", meinte Hinschberger. Sieben Spieler für fast alle Positionen, die auch "charakterlich passen müssen", sollen jetzt kommen.

Am Sonntag Empfang am Rathaus
Die Fans haben für die Heimfahrt einen Bus- und Autokorso mit dem Mannschaftsbus angekündigt. Eine spontane Feier am Sportfeld ist sicher der Ausgangspunkt einer langen, blauschwarzen Partynacht. Und auch im Saarbrücker Rathaus sind schon Vorbereitungen getroffen worden.

Am Sonntag um 17 Uhr wird der Meister der Fußball-Regionalliga West von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz empfangen und sich wenig später den Fans vom Rathausbalkon aus präsentieren. "Die Landeshauptstadt lädt auch die Fans ein, zum Rathaus zu kommen", erklärte Sprecher Thomas Blug, "für Getränke zum zivilen Preis wird gesorgt sein."

 

 

 

 

 

 

 

 


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