A620 Saarlouis - Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Luisenbrücke und AS Saarbrücken-Bismarckbrücke in beiden Richtungen mit Hochwasser ist zu rechnen Eine Einrichtung der Hochwasserumfahrung auf der A 620 für den späten Nachmittag/ Abend kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrzeuge vorsorglich nicht im Umfahrungsbereich/ Gefährdungsbereich abzustellen und die mögliche Sperrung in die Fahrzeit einzuberechnen. (11.12.2017, 16:21)

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Meningitis-Verdacht in Homburg: Helfer saßen stundenlang in Flüchtlingszelt fest

. Ein junger Mann, der gerade mit dem Bus aus Lebach ins Flüchtlingszelt nach Homburg gebracht worden war, ist gestern Mittag nach der Ankunft zusammengebrochen. Er wurde mit dem Verdacht auf Hirnhautentzündung (Meningitis) sofort ins Uni-Klinikum gebracht, sagte Homburgs Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff der SZ. Nach einer zweiten Untersuchung am Abend gab es dann Entwarnung: Der junge Mann leide an einer schweren Mandelentzündung, hieß es. Die Aufregung war dennoch groß. Alle Helfer und Flüchtlinge , die sich zusammen mit dem Erkrankten im Zelt aufgehalten hatten, durften das Areal über mehrere Stunden aus Sicherheitsgründen nicht verlassen. Erst gegen 16 Uhr gab es Entwarnung, da sich die erste Probe als negativ erwiesen hatte. Die Sperre wurde aufgehoben. Gestern waren 97 Flüchtlinge aus Lebach in Homburg angekommen, 85 davon sollen im Zelt wohnen. Familien mit Kindern werden in Wohnungen untergebracht. Insgesamt leben im Homburger Flüchtlingszelt nun 160 Menschen.

Der allgemeine Gesundheitszustand der etwa 13 000 Flüchtlinge , die dieses Jahr das Saarland erreichten, „ist sehr gut“. Das erklärte Saar-Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling ( CDU ) der SZ. Seit Ende September, als das Robert-Koch-Institut in Berlin begonnen habe, die Fälle von meldepflichtigen Erkrankungen unter Asylsuchenden gesondert zu erfassen, seien drei Kleinkinder mit Influenza, also Grippe, und zwei Kleinkinder mit Hepatitis A unter den Flüchtlingen festgestellt worden. Unter der Betreuung der ehrenamtlich tätigen Hebammen in Lebach hätten bisher 60 Kinder das Licht der Welt erblickt.

Im Rahmen der Eingangsuntersuchung werde den Flüchtlingen ein Impfangebot auf der Basis der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert-Koch-Institut gemacht, hieß es. Da in Deutschland keine Impfpflicht bestehe, handele es sich hierbei nicht um eine Pflichtimpfung.

„Das Impfangebot wird von den Flüchtlingen gut angenommen, so dass eine sehr hohe Impfquote erreicht wird“, erklärte Annette Reichmann, Sprecherin im Gesundheitsministerium. Im Rahmen der Grund-Immunisierung verschiedener Impfungen erfolgten die weiteren Impfungen durch das ambulante Versorgungssystem auf der Basis des Asylbewerberleistungsgesetzes. „Genaue Zahlen liegen hier nicht vor“, sagte Reichmann. Die Flüchtlinge würden über das Impfangebot durch die Ärzte informiert. Aktuell sei geplant, in arabischer Sprache in den Wartezonen zusätzlich über das Impfangebot zu informieren. „Die impfenden Ärzte sprechen zum Teil arabisch“, betonte Reichmann.
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