Saarland: B 51 - Zwischen Einfahrt Neumühler Weg und Abfahrt Schönbach: Unfall mit mehreren Fahrzeugen, Vollsperrung Richtung Kleinblittersdorf / Frankreich. (18:35)

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Merzig: „Das Bad“ in der Kritik

Merzig. Ein SZ-Leser-Reporter, der anonym bleiben möchte, ist um die Sicherheit der Gäste des Schwimmbads „Das Bad“ in Merzig besorgt. Er besuche regelmäßig das Freizeit- und Gesundheitsbad. Kürzlich sei eine Frau im Nassbereich der Saunen gestürzt. „Sie fiel hin und schlug mit dem Hinterkopf auf die Fließen“, berichtet er.

Während einige Besucher der Frau zu helfen versucht hätten, seien andere zu den Notfallknöpfen an den Saunatüren geeilt und hätten diese gedrückt. „Es zeigte sich aber niemand vom Service des Bades“, bemängelt der SZ-Leser-Reporter. Auch seine Versuche, im Gesundheitsbereich Hilfe zu verständigen, seien gescheitert. Weder im Büro des Bademeisters noch an der Saunabar sei jemand aufzufinden gewesen.

Andere Gäste hätten schließlich das Kassenpersonal über den Unfall informiert.

„In der Vergangenheit ist Ähnliches schon öfter passiert“, sagt der Stammgast. Gerade nach einem Saunabesuch würden immer wieder Besucher Kreislauf-Probleme bekommen. „Es darf einfach nicht sein, dass bei einem Notfall niemand vom Service erreichbar ist“, kritisiert er deshalb den aus seiner Sicht problematischen Umgang mit der Gesundheit der Besucher. Zudem möchte der SZ-Leser-Reporter wissen, ob es Vorschriften gibt, die die Sicherheit der Gäste gewährleisten.

„Das Bad Merzig“-Marketingleiterin Gabriele Scharenberg-Fischer erklärt, dass es diesbezüglich Auflagen von verschiedenen Institutionen wie der Versicherung, Bauaufsicht und dem Gesundheitsamt gebe, die der Betrieb zu erfüllen habe, um mögliche Verletzungsgefahren auszuschließen: „Wir legen großen Wert auf die Sicherheit unserer Gäste“, betont sie.

Zur Sicherheit gehöre auch, dass das Personal regelmäßig in Erster Hilfe geschult werde und für Notfälle bestimmte Abläufe festgelegt seien, die jährlich geübt würden. Scharenberg-Fischer: „Jeder, den wir neu einstellen, wird eingewiesen.“

Durch Fehlverhalten der Gäste – zum Beispiel, wenn diese vor ihrem Saunabesuch zu wenig Trinken würden – könne es hin und wieder vorkommen, dass diese kurzfristig Kreislaufprobleme bekäme, so die stellvertretende Betriebsleiterin. Sobald die Notruftaste gedrückt werde, ertöne jedoch ein Warnsignal an der Kasse. Die Mitarbeiter könnten dann sofort Hilfe veranlassen.

Was den von dem SZ-Leser-Reporter geschilderten konkreten Vorfall angeht, so erklärt Scharenberg-Fischer, dass sie das Protokoll eingesehen und dabei jedoch kein fehlerhaftes Verhalten des Personals festgestellt habe. Es könne zwar sein, dass im Saunabereich nicht sofort ein Mitarbeiter vor Ort gewesen ist, weil dieser zum Beispiel gerade seinen Rundgang absolviert oder einen Aufguss vorbereitet habe. Aber nach dem Notruf sei die Rettungskette sofort in Gang gesetzt worden. „Es mag sein, dass es dem Gast vom Gefühl her zu lange gedauert hat, aber vom Ablauf war alles korrekt“, so Scharenberg-Fischer.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von einem SZ-Leser-Reporter, der lieber anonym bleiben möchte. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich per SMS/Fax an Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder Mail an: leserreporter@sol.de.

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