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Merzig: Der Kampf um die Nordumfahrung geht weiter

Über das Gelände des Truppenübungsplatzes soll die Nordumfahrung Merzig verlaufen.

Über das Gelände des Truppenübungsplatzes soll die Nordumfahrung Merzig verlaufen.

In dem Schreiben habe die BI zudem deutliche Kritik an dem Gebaren der politisch Verantwortlichen in der Angelegenheit geübt: „Wir sehen keinen Fortschritt, glauben aber, dass eine vernünftige, tragfähige Lösung noch in dieser Legislaturperiode gefunden werden muss.“ Dies blieb nicht ohne Wirkung.

Vor wenigen Tagen gab es eine offizielle Mitteilung der Landesregierung, die besagt: Das Verteidigungsministerium soll erneut die Trassenführungen überprüfen, die Bundeswehrgelände betreffen. Dafür soll ein Brief von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Verkehrsministerin Anke Rehlinger an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sorgen.

BI Sprecher Kieborz machte deutlich, dass nach Überzeugung der Bürgerinitiative die umstrittene Nordumfahrung nach wie vor gebraucht werde. Untersuchungen von Verkehrsexperten besagten, dass sich der Güterverkehr seit 1970 versechsfacht habe und weiter deutlich zunehmen werde. „Allein der Lkw-Verkehr nimmt jährlich um drei Prozent zu“, erklärte Kieborz.

Auch die Einführung einer Maut auch für Pkw, über die in der Bundesregierung nachgedacht werde, dürfte zu zusätzlichen Verlagerungen führen.

Der BI-Sprecher: „Experten warnen bereits jetzt davor, dass die Einführung einer Maut in Deutschland extra dafür sorgen wird, dass Ortsdurchfahrten wesentlich mehr belastet werden.“ Die Versammlung war sich nach Darstellung von Kieborz einig, dass die Nordsaarlandstraße den nordsaarländischen Raum an eine der stärksten Wirtschaftszonen Europas anschließt; „sie ist entscheidend für Standortfragen im Hochwald“. Umso größer war das Unverständnis der BI-Mitglieder über die Meldung, dass aus dem Saarland 8,4 Millionen Euro, die für den Fernstraßenbau vorgesehen waren, wieder zurück an den Bund geflossen sind, unter anderem mit der Begründung, dass dafür Projekte fehlten.

Kieborz: „Die Nordsaarlandstraße wäre eine gute Projektadresse gewesen.“ Die BI forderte von der Landesregierung in Saarbrücken nochmals ein, „dass schnell eine tragfähige Alternative für eine Verbindung vom ‚Kleinen Potsdamer Platz’ (Kreuzung L158/L374 bei Brtotdorf, vor Hausbach) zur Autobahn A8 gefunden werden muss“.

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