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Merzig fordert Millionen-Summe zurück


Merzig. Mindestens 1,2 Millionen Euro will die Stadtverwaltung nach Informationen der Saarbrücker Zeitung von Malburg. Oberbürgermeister Alfons Lauer (SPD) nannte gestern zwar keine Summe, bestätigte aber, dass seine Verwaltung über einen Saarbrücker Rechtsanwalt „fristwahrend“ Ansprüche gegen die Ex-Kulturamtsleiterin geltend gemacht hat.

Im August 2008 waren die Manipulationen im Kulturamt aufgeflogen. Interne Ermittlungen brachten gravierende Unregelmäßigkeiten zu Tage. Einnahmen aus Veranstaltungen sollen an der Stadtkasse vorbei geflossen sein. Außerdem soll Malburg mehr als 300 Belege manipuliert und 16 Unterschriften gefälscht haben. Und dabei sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch nicht einmal abgeschlossen.

Die ehemalige Amtsleiterin wurde vom Dienst suspendiert. Lauer verzichtete aber auf eine fristlose Kündigung, weil sie versprochen habe, an der Aufklärung mitzuwirken. Die Stadt und die Ex-Managerin trennten sich per Aufhebungsvertrag zum Jahresende 2008.

Insgesamt soll die Kulturamtschefin der Kreisstadt einen Schaden in Höhe von rund rund 1,5 Millionen Euro zugefügt haben. Die Stadt habe, so sagt der Oberbürgermeister, mittlerweile den Großteil der Verbindlichkeiten gegenüber Dritten beglichen. Dazu zähle auch eine fünfstellige Summe, mit der der Ehemann der Ex-Amtschefin zur Finanzierung von Veranstaltungen in Vorlage getreten sein soll. Strittig seien noch Forderungen von Gläubigern in Höhe von 180.000 Euro.

Trotz dieser immensen Summen will man im Malburg-Lager von Schadensersatz nichts wissen. Rechtsanwältin Doris Tholl-Becker sagte gegenüber der Saarbrücker Zeitung: „Wir weisen die Forderungen zurück. Nach unserer Auffassung ist der Stadt Merzig kein Schaden entstanden.“ Unabhängig davon liege „so erhebliches Mitverschulden der Führungskräfte im Rathaus vor, dass ein eventueller Anspruch schon deshalb entfallen würde“. szn/bie

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