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Merziger Projekt "Euer Ding" hat für Jugendliche viel zu bieten

»Euer Ding«: Gütesiegel für
Veranstaltungen, bei denen auf
die Jugendschutz-Bestimmungen
geachtet wird.

»Euer Ding«: Gütesiegel für Veranstaltungen, bei denen auf die Jugendschutz-Bestimmungen geachtet wird.

Merzig. Workshops, Ausflüge, oder Projekte, Superhelden, Zirkus oder Bauernhof – das Kreisjugendamt Merzig-Wadern wartet dieses Jahr mit einem stark erweiterten Angebot auf. Das Besondere: Vor allem ältere Jugendliche sollen angesprochen werden. Wie, das erklärten Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Stephanie Nickels, Leiterin des Kreisjugendamtes und Udo Riplinger vom Jugendbüro Losheim kürzlich bei der Vorstellung des Programms. Sie betonten, wie wichtig diese Angebote sind, da ältere Jugendliche nur sehr schwer für solche Veranstaltungen zu begeistern seien. Entsprechend zufrieden zeigte sich Schlegel-Friedrich. Mit seinen Programmen für Jugendliche habe der Landkreis bereits gute Erfahrungen gemacht, sagte Riplinger: „Letztes Jahr nahmen insgesamt 1745 Jugendliche an unseren Freizeitangeboten teil.“ Die Gestaltung des Freizeitprogramms richte sich dabei nach den Vorschlägen der Zielgruppe. Riplinger: „Wir fragen die Jugendlichen, welche Veranstaltungen ihnen in den vergangenen Jahren gefallen haben und wovon sie gerne mehr sehen wollen.“

Was das Programm bietet, zeigen Broschüren, die in Jugend- und Familienzentren ausliegen. Auf der Internetseite „Familienleben im Landkreis Merzig-Wadern“ ist es ebenfalls zu finden. Das Angebot reicht von Reitworkshops über eine Superheldenwoche im Sommer bis hin zum Blick hinter die Kulissen beim Saarländischen Rundfunk. Es hat also für Jugendliche aller Altersgruppen etwas zu bieten.

Neu ist in diesem Jahr das Projekt „Euer Ding“, das laut Nickels „intensiv“ geplant wurde. Dabei handelt es sich um eine Selbstverpflichtungserklärung für Veranstalter, die von Landkreis, Kommunen und Polizei entwickelt wurde. Sie entscheiden auch über die Vergabe des „Euer Ding“-Logos, das Erziehungsberechtigte auf eine Veranstaltung hinweist, bei der die Bestimmungen des Jugendschutzes strikt eingehalten werden.

Vor allem der Alkoholkonsum bei Minderjährigen soll somit reduziert, und gleichzeitig auch die Zahl der alkoholbedingten Zwischenfälle und die Unfallrate verringert werden. Das Angebot des Kreisjugendamtes „könnte mit mehr Personal noch erweitert werden“, sagte Schlegel-Friedrich. Aber die Anzahl der Jugendarbeiter und damit auch die Größe des Angebots sei leider begrenzt. Die Verantwortlichen achten zudem darauf, die Betreuung der Teenager nur geschultem Personal zu überlassen. Das Jugendamt sorgt dabei selbst für Bildung und Fortbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Die Ausbildung der Betreuer ist eine nachhaltige Investition in Jugendarbeit“, nannte Nickels den Grund für diesen Aufwand. Nicht nur beim Personal, sondern auch bei der Gruppengröße geht für das Jugendamt Qualität vor Quantität. Die Anzahl der Jugendlichen werde bei den Veranstaltungen im Programm bewusst gering gewählt, um das gemeinsame Erlebnis zu intensivieren und es den Teilnehmern zu erleichtern, Freundschaften zu knüpfen, erklärte Riplinger.

Der Landkreis als Veranstalter sieht der Zukunft des Programms jedenfalls optimistisch entgegen. „Die große Nachfrage und die steigende Popularität des Projekts macht deutlich, dass der Bedarf an Jugendaktivitäten im Grünen Kreis noch lange nicht gedeckt ist“, folgerte Schlegel-Friedrich. www.familienleben- merzig-wadern.de

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