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Messer-Attacke: Haft für 20-Jährigen

Saarbrücken. Weil er den Vater seiner Freundin angegriffen und verletzt hat, muss ein 20-jähriger Saarländer im Gefängnis bleiben. Das Landgericht hat ihn gestern wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und neun Monaten Jugendstrafe verurteilt. Darin enthalten ist eine bislang noch nicht verbüßte frühere Strafe von einem Jahr. Der 20-Jährige sitzt bereits seit Mitte Januar in Untersuchungshaft.
 
In der Nacht des 14. Januar soll er in Schwalbach den Vater (39) seiner damaligen Freundin angegriffen, den Mann geschlagen und auf ihn eingestochen haben. Auslöser war ein Gespräch des Angeklagten mit seiner Freundin am Vorabend der Tat. Dabei hatte ihm die junge Frau erzählt, dass sie als 18-Jährige von ihrem Vater mehrfach sexuell bedrängt und vergewaltigt worden sei. Der Vater bestreitet die Vorwürfe. Ihm droht nun ein eigener Prozess. In dem Verfahren gegen seinen früheren Schwiegersohn in spe konnten die Vorwürfe gegen ihn noch nicht geklärt werden.

Das war nach Ansicht der Richter auch nicht nötig. Denn es steht zweifelsfrei fest, dass der Angeklagte seiner Freundin in jener Nacht glaubte. Zunächst war er offenbar geschockt, dann wütend, dann ruhig. Schließlich fuhren er und die junge Frau zu deren Vater, wohl um ihn zur Rede zu stellen. Was dann geschah, das fassten die Richter so zusammen: Zunächst sei die junge Frau noch dabei gewesen, dann hätten die beiden Männer fast zwei Stunden lang allein miteinander geredet. Gegen Ende wurde es handgreiflich, der Angeklagte hielt dem Vater der Freundin etwas an den Hals, wohl ein Messer. Der Vater wehrte ab und erlitt eine Schnittverletzung an der Hand. Dann schlug und stach der Angeklagte zu. Drei Stiche gingen in den Rücken des Opfers. Sie waren zwar so fest, dass sie durch die Winterkleidung des 39-Jährigen gingen, sie verletzten ihn aber nicht lebensgefährlich.

Der Vater flüchtete. Der Angeklagte lief zunächst hinterher. Dann ließ er ab, ging weg. Zwei Tage später wurde er festgenommen. 
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