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Messerattacke auf Wiesbacher Kerwe: Wollte Mann Opfer töten?

 Eigentlich sollten ja solche Volksfeste ein Grund zum Feiern sein. Doch die Veranstaltung am 11. September endete gegen 3.15 Uhr mit einer Messerstecherei. Der eigentliche Grund für die Auseinandersetzung, bei der sich ein 30-jähriger Mann aus Zweibrücken massive Verletzung am Unterbauch und im Bereich des Solarplexus zugezogen hatte, konnte auch gestern nicht ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 46-jährigen Krähenberger gefährliche Körperverletzung vor. Der Mann soll, so die Anklageschrift, seinem Kontrahenten zuerst mit der Faust an das Kinn geschlagen haben. „Dann hat er zwei Mal mit dem Messer zugestochen“, sagte der Staatsanwalt.

Dies stritt der Krähenberger, der zur Tatzeit stark alkoholisiert gewesen sein soll, vehement ab. Er räumte ein, in der besagten Nacht in dem Wiesbacher Sportheim gewesen zu sein. Dort habe er seinen Sohn abholen wollen. Im Lokal sei er dann von dem 30-Jährigen angesprochen worden, der ihm vorgeworfen habe, sein T-Shirt gestohlen zu haben. Da der Zweibrücker dieses aber trug, habe er die Anschuldigung nicht verstanden. Als er dann in der Bar war, sei er mehrmals geschubst worden. Doch damit nicht genug. Er will auch von jemandem am Kehlkopf gefasst worden sein und selbst Schläge erhalten haben. Wer das aber gemacht haben soll, wisse er nicht. Dann sei er mit seinem Sohn aus dem Sportheim geflüchtet. „Ein Pulk ist uns gefolgt“, schildert der Angeklagte die Tatnacht, bei der er auch mit einer Bierflasche traktiert worden sei. Er beteuerte, dass er kein Messer dabei gehabt habe. Aus Angst um sein Leben habe er sich dann versteckt. Die Verfolger hätten gerufen: „Krähenberger, mir bringe eich um.“

Das mutmaßliche Opfer schilderte die Nacht allerdings ganz anders. Demnach habe der 30- Jährige ohne Grund ihm den Fausthieb versetzt und zugestochen. Das wurde auch von mehreren Zeugen so bestätigt. Zudem soll der Krähenberger gerufen haben: „Ich steche dich ab.“ Diese Äußerung wiederum veranlasste Richter Stefan Pick, den Fall an das Landgericht zu verweisen. Grund: Möglicherweise könnte es sich nicht nur um eine gefährliche Körperverletzung, sondern auch um einen versuchten Totschlag handeln.

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