L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

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Messerstecher aus dem Hochwald für immer hinter Gitter

Saarbrücken. Weil er im Suff auf einen Zechkumpan eingestochen hat, muss ein 35 Jahre alter Mann aus dem Nordsaarland wohl für immer hinter Gitter. Das Landgericht verurteilte ihn jetzt wegen versuchten Totschlags nebst gefährlicher Körperverletzung zu achteinhalb Jahren Gefängnis und der Unterbringung in einer Entziehungsanstalt. Außerdem stuften die Richter den Mann als gemeingefährlich ein und verhängten unbefristete Sicherungsverwahrung im Anschluss an Entziehungsanstalt und Haft.

Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte war im Alter von 16 Jahren erstmals straffällig geworden. Danach folgten immer wieder Straftaten wie gefährliche Körperverletzung oder Raub, bei denen ein Messer im Spiel war. Mehr als zehn Jahre seines Lebens verbrachte der Angeklagte deshalb bislang bereits im Gefängnis. Zuletzt saß er dort, weil er 2003 im Suff vor einer Kneipe Streit mit einen Bekannten bekommen und das Opfer dabei niedergestochen hatte.

Nur wenige Monate nach der Entlassung aus jener Haft ging es Ende April 2008 wieder rund. Nach Feststellung der Staatsanwaltschaft betrank sich der Angeklagte zunächst bei sich zu Hause in Weiskirchen. Bereits dort soll er Angehörige mit seinem Klappmesser bedroht haben. Dann fuhr ihn jemand nach Beckingen-Reimsbach zur Wohnung einer Bekannten. Dort bekam er handfesten Streit mit mehreren Personen, verteilte Faustschläge. Schließlich blieb er allein mit einem schwer betrunkenen Mann im Wohnzimmer zurück. Der 41-jährige saß vom Alkohol schwer gezeichnet in einem Sessel.

Dort trafen ihn mehrere Messerstiche in Oberkörper und Arm. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und musste per Notoperation gerettet werden. Der Oberstaatsanwalt wertete diese Tat vor dem Landgericht als versuchten heimtückischen Mord, allein aus der „persönlichkeitsbedingten und menschenverachtenden Aggressivität“ des Angeklagten heraus. Er forderte zwölf Jahre Haft und hat nun aus rechtlichen Gründen Revision gegen das mildere Urteil eingelegt.
Wolfgang Ihl
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