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Messerstecher für immer in den Knast?

Saarbrücken. Der mehrfach wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestrafte Angeklagte soll am 28.April gegen 20.45 Uhr in der Wohnung einer Bekannten auf seinen Zechkumpanen (41) eingestochen haben. Laut Anklage war der mutmaßliche Täter an jenem Tag betrunken und sehr aggressiv. In der Wohnung seiner Bekannten in Reimsbach soll er mehrere Bekannte beleidigt und eine Frau sogar geschlagen haben. Daraufhin blieben er und das ebenfalls schwer betrunkene Opfer kurze Zeit allein im Wohnzimmer.

Was dort geschah, das ist derzeit unklar. Neutrale Zeugen gibt es wohl nicht. Klar scheint, dass das Opfer total betrunken in einem Sessel saß. Dort wurde es dann von zwei oder drei Messerstichen in Arme und Oberkörper getroffen. Unglaublich: Der lebensgefährlich verletzte Mann bekam davon gar nichts mit und blieb einfach sitzen. Erst als mehrere Leute wieder in den Raum kamen und das Blut rund um den Sessel sahen, wurde der Notarzt alarmiert, der ihn rettete. Das Blut des Opfers wurde später an der Klinge des Klappmessers, das dem Angeklagten gehört, gefunden.

Die Tat passierte nur wenige Monate, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen worden war. Dort hatte er vier Jahre gesessen, weil er 2003 im Suff vor einer Kneipe einen Bekannten niedergestochen hatte. Wie der vorsitzende Richter am Freitag andeutete, muss mit Blick auf die Vorstrafen und die Persönlichkeit des Angeklagten nun geklärt werden, ob der Nordsaarländer zum Schutz der Allgemeinheit auf Dauer in der unbefristeten Sicherungsverwahrung eingesperrt werden soll. Er schweigt zu den Vorwürfen. Der Prozess wird am 15.Dezember fortgesetzt. szn/ni
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