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Messerstecher von Lebach muss in die forensische Psychiatrie

Symbolfoto

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Ein 30-jähriger Afghane, der im März 2015 in der Lebacher Landesaufnahmesiedlung einen Landsmann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hatte, ist psychisch krank und für sein Tun nicht verantwortlich. Das hat das Landgericht gestern entscheiden und die dauerhafte Unterbringung des Mannes in der forensischen Psychiatrie angeordnet.

Der Familienvater war im Jahr 2008 aus seinem Heimatland geflohen. Auf dem Landweg kam er über den Iran und die Türkei nach Griechenland. Von dort aus ging es weiter nach Deutschland. Seit 2013 lebte der Mann, dessen Familie sich noch in Afghanistan befindet, in der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach. Er leide unter einer paranoid halluzinatorischen Psychose mit schweren Wahnvorstellungen, hieß es.

Am 26. März war er Zuschauer bei einem Fußballspiel in der Landeswohnsiedlung. Ohne erkennbaren Grund ging er auf das Spielfeld und stach einem der Spieler mit einem Fleischermesser zwei Mal in die Seite. Das 33-jährige Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der Schwerverletzte und der Messerstecher kannten sich vor der Tat nicht. Warum er zugestochen hatte, konnte der Täter vor Gericht nicht sagen. „Ich war von Sinnen“, sagte er. Nach Feststellung eines Sachverständigen und der Richter war er zur Tatzeit wegen akuter Wahnvorstellungen schuldunfähig. Er kann deshalb für sein Tun nicht bestraft werden. Es bestehe jedoch Wiederholungsgefahr, so lange seine Wahnvorstellungen andauern, hieß es. Der 30-Jährige wurde in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht.
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