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Messerstecher vor Gericht

St. Ingbert. Das Geschehen einer lauen Frühlingsnacht endet direkt vor Gericht: Ein Mann (20) aus dem Saar-Pfalz-Kreis muss sich vor dem Landgericht wegen versuchten Totschlages, gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung verantworten.

9. Mai 2009 am Glashütter Weiher in St. Ingbert: Zwei Gruppen feierten am Wasser. Die vierköpfige Gruppe um den Angeklagten kam aus St..Ingbert, die andere mit 25 bis 30 Leuten aus Spiesen-Elversberg. Zunächst verstanden sich alle ganz gut. Alkohol floss reichlich. Die Situation lief aus dem Ruder, nachdem jemand aus der kleineren Gruppe Naziparolen wie „Sieg Heil“ und „Heil Hitler“ gerufen haben soll. Einer der Spiesen-Elversberger verwehrte sich dagegen: „Weißt du überhaupt, was du da sagst?“ Es kam zur Schlägerei. Auf dem Platz blieben zwei Opfer (beide 18). Einem wurde das Nasenbein gebrochen, der andere erlitt einen lebensgefährlichen Stich in die Brust.
Der Angeklagte, der zur Zeit eine mehrjährige Haftstrafe wegen Körperverletzung absitzt, sagte gestern vor Gericht nichts. Einer seiner Freunde – er ist wegen Raubes im Gefängnis – nahm die Schuld auf sich. Doch sein Geständnis war widersprüchlich, die Polizei glaubte ihm nicht so recht. Gestern vor dem Landgericht im Zeugenstand hat er dann auch das Geständnis widerrufen. Aber zum Tathergang wollte er keine Angaben machen. Indessen konnten die Opfer den Angeklagten eindeutig als den Täter identifizieren. Sein auffälliger Haarschnitt hatte ihn verraten. Der Prozess geht morgen weiter. szn/aw


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