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Metall-Diebstahl: Keine Züge zwischen Saarhölzbach und Trier

Saarbrücken. Reichlich Geduld mussten zahlreiche Bahnreisende aufbringen, die am Wochenende zwischen Saarbrücken und Trier unterwegs waren. Gleich zwei Mal wurde die Strecke zwischen Saarhölzbach und Trier wegen Metall-Diebstählen für jeweils fünf Stunden gesperrt. Nach Angaben einer Bahnsprecherin hatten Unbekannte für die Leit- und Sicherungstechnik erforderliche Teile demontiert.

Zunächst wurden am Freitag zwischen Wiltingen und Saarburg solche Teile gestohlen. Daraufhin wurde auf diesem Abschnitt der Zugverkehr zwischen 9 und 14 Uhr gestoppt. Am Sonntag wurde nach einem weiteren Diebstahl zwischen Taben und Serrig die Strecke Saarburg – Saarhölzbach von 16 bis 21 Uhr gesperrt. Während drei Trupps die Anlagen in Stand gesetzt hätten, habe die Bahn einen Bus-Ersatz-Verkehr eingerichtet, so die Sprecherin.

Dabei mussten die Fahrgäste wohl nicht nur große Verspätungen, sondern auch weitere Probleme in Kauf nehmen. So berichtet SZ-Leser Stefan Haas, dass am Freitag über 100 Menschen am Saarburger Bahnhof über eine Stunde auf einen Bus gewartet hätten. Beim Einsteigen sei es zu „tumultartigen Szenen“ gekommen. Auch Lisa Weber aus Trier beklagt, dass es am Sonntag geraume Zeit gedauert habe, bis ein Bus gekommen sei. Und dann hätten darin nur die Hälfte der Fahrgäste Platz gefunden. Zudem habe die Bahn die Reisenden schlecht informiert.

„Die DB ist selbst die Geschädigte“, entgegnet die Sprecherin. Dennoch habe man alles unternommen, um schnellstmöglich Busse zu bekommen. Dies sei jedoch, bedingt durch die vielen regionalen Feste im Umland, schwierig gewesen. Denn auch dort seien viele zusätzliche Busse im Einsatz gewesen. Trotzdem habe man zwei Fahrzeuge „relativ schnell“ einsetzen können, die restlichen seien zeitnah verfügbar gewesen. Zudem seien Bahn-Mitarbeiter vor Ort gewesen, die die Reisenden informiert hätten. Die von den SZ-Lesern geschilderten Probleme sind für die Sprecherin „nicht im Detail nachvollziehbar“. Kunden mit Erstattungs-Ansprüchen könnten sich jedoch an den „DB-Kunden-Dialog“ wenden.

Die Eisen- und Buntmetall-Diebstäble bei der Bahn sind 2010 gegenüber dem Vorjahr um über 40 Prozent auf 2.500 Fälle angestiegen. Dadurch ist ein Schaden von rund zehn Millionen Euro entstanden. Im Bereich der Bundespolizei-Inspektion Trier habe es in den vergangenen Woche insgesamt vier Metall-Diebstähle gegeben: „Das ist eine Häufung, die eher ungewöhnlich ist“, erklärt Sprecher Rudolf Höser. Die Ermittlungen laufen. Die Bundespolizei weist diesbezüglich darauf hin, dass der Aufenthalt im Gleisbereich nicht nur verboten, sondern wegen der Züge und Oberleitungen auch lebensgefährlich ist.



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