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Metalldetektor findet Ehering eines Sulzbachers im Gebüsch

Raffaele De Solda (links) freut sich über seinen wiedergefundenen Ring, Steven Sekora hat ihn mit
seinem Metalldetektor gefunden.

Raffaele De Solda (links) freut sich über seinen wiedergefundenen Ring, Steven Sekora hat ihn mit seinem Metalldetektor gefunden.

Sulzbach. Als Raffaele De Solda an einem kalten Dezembernachmittag am Straßenrand der L 244 in Sulzbach hielt, um ein paar Krümel von seinem Beifahrersitz zu streifen, hätte er nie gedacht, dass ihn dies noch tagelang beschäftigen würde.

Denn er entfernte nicht nur den Dreck vom Sitz, sondern auch seinen Ehering vom Finger. Dieser flog beim Säuberungsversuch in hohem Bogen vom Finger ins Gestrüpp am Straßenrand. „Wahrscheinlich saß der Ring etwas locker, weil ich zuvor recht lange draußen unterwegs war und meine Hände eiskalt waren“, erzählt er. Seine Versuche, den Ring wiederzufinden, scheiterten. Also hatte er die Idee, ein Zwei-Euro-Stück im gleichen Winkel aus dem Auto zu schleudern.

Doch auch die Münze verschwand im Dickicht. Als es dunkel wurde, brach der 55- Jährige seine Suche ab, um am nächsten Tag noch einmal einen Versuch zu starten. Um die Stelle zu markieren, steckte er, bevor er wegfuhr, zwei Holzpflöcke im Drei-Meter-Abstand in den Boden. „Ich hätte mich sonst absolut nicht mehr an die Stelle erinnert“, berichtet Raffaele De Solda.

Doch am Abend kam ihm eine viel bessere Idee: Wieso nicht einfach einen Metalldetektor leihen und so den Ring im Unterholz aufspüren? Er suchte im Internet, fand zwar keinen Metalldetektor- Verleih im Saarland, aber den Sondengänger- Verein aktivsucher.de aus Hamburg, der seine Dienste auch Privatpersonen anbietet. „Der Verein war meine letzte Hoffnung, egal, ob er in Hamburg ansässig ist“, sagt De Solda. Dort erreichte er den Vereinsvorsitzenden, der ihm nicht weiterhelfen, aber einen Vereinskameraden aus Wallerfangen vermitteln konnte.

Steven Sekora verabredete sich mit De Solda für den darauf folgenden Samstag und rückte mit seinem Metalldetektor an, um den Ring zu orten. In der Zwischenzeit hatte es geschneit, was die Suche nicht gerade erleichterte. Als er nach über einer Stunde bloß Flaschendeckel und anderen Metallmüll in dem von De Solda abgesteckten Gebiet finden konnte, gaben die beiden Männer fast schon die Hoffnung auf. „Das sieht schlecht aus“, bestätigte Steven Sekora und ging noch ein letztes Mal die linke Seite der Fläche ab. Ganz unerwartet ertönte ein Signal des Detektors. Und tatsächlich: Der Ring lag unter Gras und Schnee ein paar Zentimeter neben dem linken Pflock. „Der Metalldetektor gibt je nach Metalldicke und -wertigkeit einen anderen Ton von sich. Ein erfahrener Sucher weiß das genau zu deuten“, erklärte Sekora. bub

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