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Mettlach: Firma will Geld für Sex-Telefonate eines Toten

Sex-Telefonate soll ihr Vater geführt haben und die Rechnung nicht beglichen, behauptet eine Firma im Schreiben an eine Mettlacherin. Nur: Der angeblich säumige Vater ist schon längst tot.

Mettlach.
Mit pietätloser Abzocke hatte es eine SZ-Leserreporterin aus Mettlach zu tun. Die Frau, die anonym bleiben möchte, beklagt sich über die „unglaublichen Machenschaften“ des Unternehmens „Czech Media Factoring“. Ihr Vater soll 2007 einen Telefonsex-Service des „Roxborough Managements“ genutzt haben, heißt es in einem Brief der tschechischen Firma, die den angeblichen Kunden erst jetzt anschrieb. Doch der Vater der Leserin ist schon 2005 verstorben.

In ihren Schreiben droht die Firma mit gerichtlichen Schritten und einem Schufa-Eintrag. Außerdem ist von einer Strafanzeige und dem „Verdacht des vorsätzlichen Betruges“ die Rede.

Das Unternehmen fordert neben 90 Euro für den Anruf 35 Euro Mahn- und 65 Euro Bearbeitungs-Gebühren.  Außerdem erhielt der Verstorbene Post von einem Inkassobüro, das mit der Eintreibung der angeblichen Forderung beauftragt worden war.

Silke Schröder von der Verbraucherzentrale des Saarlandes kennt die Briefe, die von der deutschen Postfachadresse der „Czech Media Factoring“ in Petersberg unter anderen Firmennamen versendet wurden. Damit wollten die Absender die Verbraucher unter Druck setzen und zur Zahlung bringen.

Auch wenn die Forderung unberechtigt ist, sollten die Empfänger dies dem Inkassobüro schriftlich per Einschreiben mit Rückschein mitteilen und einen Nachweis des Vertrags-Abschlusses fordern. So würden die Verbraucher einen negativen Schufa-Eintrag vermeiden.  Würde, wie im vorliegenden Fall, ein Toter angeschrieben, bräuchten die Hinterbliebenen gar nicht zu reagieren.

Sie könnten den Spieß aber umdrehen, bei der Firma nachfragen, woher sie die Adressdaten hat und deren Löschung fordern. Auch die Drohung, den Landesdatenschutz-Beauftragten einzuschalten, sei möglich. mv

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von einer SZ-Leser-Reporterin. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich per SMS/Fax an Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder Mail an: leser-reporter@sol.de.
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