B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

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Mettlacher SPD-Bürgermeister in Flüchtlingsheim-Affäre in der Schusslinie

Die Vorgänge um Kauf und Vermietung der alten Schule sorgen für viel Wirbel. Auch Bürgermeister Wiemann geriet ins Kreuzfeuer der Kritik.

Die Vorgänge um Kauf und Vermietung der alten Schule sorgen für viel Wirbel. Auch Bürgermeister Wiemann geriet ins Kreuzfeuer der Kritik.

„Durch das Verschweigen wesentlicher Informationen bis Dienstag ist Bürgermeister Wiemann für die Saarschleifen-Gemeinde untragbar geworden“, erklärte die CDU-Kreisvorsitzende Helma Kuhn-Theis . Carsten Wiemann hatte am Dienstag eingeräumt, dass seine Ehefrau zeitweilig Gesellschafterin des Unternehmens Grüner Kreis Immobilien (GKI) gewesen sei. Die GKI, gegründet vom SPD-Fraktionsvorsitzenden im Mettlacher Gemeinderat, Markus Rausch, hatte Mitte Oktober 2015 das Gebäude des ehemaligen Gasthauses „Auf Kappelt“ in Saarhölzbach bei einer Zwangsversteigerung erworben und kurz danach an die Gemeinde zur Unterbringung von Flüchtlingen vermietet. Rasch wurden Vorwürfe laut, hier sei gemauschelt und Insiderwissen genutzt worden. In den Deal war auch der Ex-SPD-Abgeordnete Hans-Georg Stritter aus Mettlach als Geschäftsführer der GKI eingebunden. Kuhn-Theis erklärte, sie sei auch menschlich von Wiemann enttäuscht, da sie ihn als kompetenten Ansprechpartner und Politiker geschätzt habe.

Zurückhaltender äußerte sich die SPD-Kreisvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger . Sie teilte der SZ gestern mit, es werde zeitnah eine Zusammenkunft aller Gemeindeverbandsvorsitzenden und der Spitze des Kreisverbandes geben, in der „die aktuelle Situation analysiert und die weitere Vorgehensweise besprochen“ werde. Rehlinger räumte ein, die im Raum stehenden Vorwürfe müssten „schnell und umfassend“ aufgeklärt werden, hierzu laufe die Prüfung der Kommunalaufsicht des Landes. Dass infolge der Affäre einige Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat ihre Arbeit bis auf weiteres ruhen lassen, bedauere sie sehr.
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