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Mieten veruntreut? Pfälzerin vor Gericht

Zweibrücken. Am Dienstag, 16. Oktober, beginnt der Prozess gegen eine frühere Mitarbeiterin der Gewobau (Gesellschaft für Wohnen und Bauen Zweibrücken). Die 58-Jährige muss sich ab neun Uhr vor der ersten Strafkammer des Landgerichtes wegen des Vorwurfs der Untreue in einem besonders schweren Fall verantworten. Die ehemalige Buchhalterin der Gewobau soll Mietzahlungen, die in bar entrichtet worden waren, für sich behalten haben (wir berichteten).

Damit das nicht auffiel, habe sie auf einem Sammelkonto Ausgaben für Handwerker-Rechnungen angegeben, die gar nicht existierten. Durch diese Luftbuchungen war die Bilanz der Gesellschaft wieder ausgeglichen.. Barzahlungen seien nach Auskunft der Gewobau notwendig, weil manche Mieter kein Konto hätten oder die Gesellschaft von den Konten nicht abbuchen könne. Nach der Anklageschrift soll sich die Angestellte zumindest von Januar 2006 bis November 2010 in insgesamt 255 selbstständigen Vergehen so bereichert haben. Der Gesamtschaden für die Gewobau liegt bei 310 760 Euro. Die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus, dass dieser wesentlich höher sein könnte. So könnte die Angeklagte womöglich bis zu 470 000 Euro beiseite geschafft haben. Nach Erkenntnissen der Gewobau haben die Taten schon 1999 mit kleineren Beträgen begonnen. Aufgedeckt wurden die Straftaten, als Ende 2010 nach einer der Rechnungen gefragt wurde.

„Die Frau hat nach unseren Informationen den Schaden wieder gut gemacht”, erklärt Oberstaatsanwalt Martin Graßhoff in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Die Angeklagte zeigte sich von Anfang an geständig. Dennoch muss sie mit einer empfindlichen Strafe rechnen. So bewegt sich der Strafrahmen bei Untreue nach Paragraph 266 Strafgesetzbuch von einer Geldstrafe bis hin zu fünf Jahren Haft. In besonders schweren Fällen können Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren verhängt werden. Als Fortsetzungstermin wurde der 23. Oktober, neun Uhr, festgelegt.

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