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Milchbauern sauer

Gestern haben saarländische Milchbauern vor dem Landtag gegen die niedrigen Milchpreise demonstriert. Der Umweltausschuss berät Hilfskonzepte.

Saarbrücken. Die Proteste der Bauern gegen die „ruinös niedrigen Milchpreise“ gehen weiter. „Wenn sich in der Politik nichts bewegt, werden wir den Druck erhöhen“, kündigte gestern Klaus Laub, saarländischer Sprecher des Bundes Deutscher Milchviehalter (BDM), an. Der Grundpreis von 20 Cent pro Liter Milch „treibt uns in die Pleite“. Damit die rund 200 saarländischen Milchbauern ein auskömmliches Einkommen erzielen, „brauche wir einen Preis von 40 Cent“, sagt Laub.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben am Freitagvormittag zahlreiche Bauern mit ihren Traktoren und zwei Kühen vor dem saarländischen Landtag protestiert. Drinnen tagte der Umweltausschuss und beriet darüber, wie man den Bauern auf Landesebene helfen kann.

„Wir haben parteiübergreifend mehrere Empfehlungen an die Landesregierung gerichtet“, erläuterte Ausschussvorsitzender Martin Karren (CDU). So soll das Land die Liquiditätshilfen der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Höhe von 100.000 Euro um weitere 100.000 Euro aufstocken. Hier kritisiert BDM-Sprecher Laub, dass „diese Kredite uns nicht helfen, solange die Preise so tief sind“. Das Geld müsse nach vier Jahren zurückgezahlt werden, doch „viele Landwirte werden dazu nicht in der Lage sein“.

Der Ausschuss spricht sich außerdem dafür aus, ein Schulmilch-Programm aufzulegen, „um für mehr Nachfrage nach Milch aus dem Saarland zu sorgen“. Darüber hinaus soll ein „runder Tisch Milch“ eingerichtet werden mit dem Ziel, dass die Hochwald-Molkerei in Thalfang diejenigen Milchvieh-Betriebe, die auf Biomilch umstellen wollen, schneller von den Lieferverträgen entbindet. Laub fordert darüber hinaus, dass in Deutschland die Milchsaldierung gestoppt wird. Dies bedeutet, dass fehlende Lieferungen eines Bauern nicht mehr von anderen kompensiert werden können. So könnten Milchmengen vom Markt genommen werden. low





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