A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

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Milde Strafe, weil er Hintermänner verpfiff

Denn der Großdealer selbst stand unter Anklage, 32 Mal mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Würde man die fälligen Einzelstrafen für den staatlich geprüften Wirtschaftsinformatiker addieren, käme man auf vierzig Jahre, so der Oberstaatsanwalt.
 
Dabei kommt der Mann aus gutem Haus.Mit seinem Hobby als Kampf- und Kraftsportler wollte er sich etwas hinzuverdienen und nahm eine Beschäftigung bei einer Sicherheitsfirma an. Dann begann die Drogenkarriere: Er wurde Türsteher, kam mit der Szene in Kontakt und war bald selbst abhängig. Von da war es kein weiter Weg mehr, bis er selbst als Großdealer dick im Geschäft war. Kiloweise brachte er Amphetamin aus Maastricht/Niederlande ins Saarland. Ecstasy-Tabletten bezog und verkaufte er tausenderweise, auch Marihuana konnten Süchtige über ihn beziehen. Ein gutes Jahr lang florierte sein Drogengeschäft, bis im September 2006 sein Lager in der elterlichen Wohnung entdeckt wurde.

Die Folge: Er wanderte hinter Gitter, packte im Verlauf zahlreicher Vernehmungen aus, nannte Lieferanten und Abnehmer, die der Polizei bisher nicht bekannt waren. Außerdem ließ er sich als Lockspitzel einsetzen. Das brachte die Kriminalpolizei auf die Spur zahlreicher Hintermänner. Das Landgericht rechnete ihm diese Mithilfe hoch an. Er profitierte von der im Betäubungsmittelrecht geltenden Kronzeugenregelung.  Inzwischen hat er eine Drogentherapie abgeschlossen, arbeitet im Betrieb seiner Eltern und muss alle drei Monate nachweisen, dass er immer noch clean ist. szn/ek
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