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Mildes Urteil für geständigen Hehler aus Burbach

Symbolbild

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Ein An- und Verkaufsladen für Gold und Schmuck im Saarbrücker Stadtteil Burbach war Anlaufpunkt für diverse Einbrecher. Das gestohlene Gut stammte aus der gesamten Region, teils wurde es eingeschmolzen, teils weiterverkauft. Gestern stand der 57 Jahre alte Geschäftsinhaber als Angeklagter vor dem Landgericht. Im Rahmen eines Justiz-Handels – Geständnis gegen Milde – hat er sämtliche Vorwürfe eingeräumt. Wie zugesagt verurteilte ihn eine Große Strafkammer wegen gewerbsmäßiger Hehlerei in sieben Fällen zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung. Bis zur gestrigen Verhandlung war er in Untersuchungshaft. Nach dem Urteil konnte er das Gericht ohne Handschellen verlassen.

Der Angeklagte stammt aus Sizilien und kam im Alter von 20 Jahren nach Deutschland. Bis zu seiner Verhaftung im Oktober 2014 betrieb er Läden in Burbach und Malstatt. Sein Einkommen bezifferte er auf 1000 bis 1500 Euro, wovon er nach seinen Angaben eine Lebensgefährtin finanzierte und zum Unterhalt seiner Söhne und seiner Ex-Frau in Italien beitrug. Er hat Vorstrafen in Deutschland und Italien – dort selbst aus der Zeit, als er bereits im Saarland lebte. Verurteilungen ergingen wegen Unterschlagung, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Raub, Diebstahl und Drogenhandel.

Bei den gestern verhandelten Fällen ging es um Beträge zwischen 300 und 6000 Euro. In einem Fall konnte die Polizei Schmuck kurz vor dem Einschmelzen retten. Die Wertsachen stammten aus einem Einbruch in Puttelange aux Lacs (Lothringen) und befand sich bereits in einer Scheideanstalt. Ein Beamter aus der ehemaligen Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch beim Landeskriminalamt berichtete, dass man den Laden schon länger unter Beobachtung hatte. Ein Einbrecher aus Lothringen sei auf direktem Weg zum Angeklagten gefahren. Der Schmuck sollte zusammen mit 1,4 Kilogramm Gold eingeschmolzen werden, doch in der Scheideanstalt konnte er aussortiert und den Eigentümern in Frankreich zurückgegeben werden. Dort war bis dahin überhaupt nicht aufgefallen, dass der Schmuck gestohlen wurde. Erst anschließend habe die französische Polizei wegen des Einbruchs ermittelt, hieß es.
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