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Mildes Urteil nach Schuss in den Po

600 Euro muss ein Arbeiter zahlen, der seinem Kollegen aus Versehen mit einem Luftgewehr  in den Hintern geschossen haben soll.

600 Euro muss ein Arbeiter zahlen, der seinem Kollegen aus Versehen mit einem Luftgewehr in den Hintern geschossen haben soll.

Zweibrücken. Glück im Unglück hatte ein Arbeiter aus Otterbach. Ein unabsichtlicher Schuss seines Kollegen mit einem kleinen Luftgewehr traf den 29-jährigen, der am 24. November vergangenen Jahres gegen 13 Uhr auf einem Gerüst Styropor-Platten verlegte, in die rechte Gesäßbacke.



Mit Waffe herumgefuchtelt

„Das Ganze hätte viel schlimmer enden können, wenn das Gesicht getroffen worden wäre“, machte der Staatsanwalt gestern im Zweibrücker Amtsgericht klar, dass das fahrlässige Handeln äußerst gefährlich war. Die Arbeiter waren damals auf einer Baustelle in Wiesbach. Der Besitzer des Anwesens stellte ihnen seine Werkstatt als Aufenthaltsraum für die Pause zur Verfügung. Dort befand sich auch eine Toilette, wo die Männer das Gewehr mit Munition fanden. „Jeder hat dann mit der Waffe herumgefuchtelt“, erinnerte sich der Angeklagte gestern vor dem Zweibrücker Amtsgericht. Er selbst habe auf eine Cola-Dose schießen wollen, die sich auf dem unteren Teil des Gerüsts befand: „Als ich mich herunter bückte, löste sich der Schuss.“ Er habe niemanden treffen wollen, beteuerte der 37-Jährige. Als der Kollege „Ahh“ gerufen hat, habe der Schütze gedacht, dieser mache Blödsinn. Grinsend bemerkte er damals: „So weh kann es ja nicht getan haben.“ Erst später habe er erfahren, dass das Projektil den 29-Jährigen am Hintern erwischt hatte. Dieser war dann vier Wochen krankgeschrieben.


Strafanzeige zurückgenommen

Das Opfer hatte vor der Verhandlung bereits seine Strafanzeige zurückgenommen: „Ich war sauer, aber ein Beinbruch ist schlimmer.“ Außerdem sei der Schuss nicht absichtlich ausgelöst worden. Der Besitzer der Waffe erklärte, dass es sich um ein waffenscheinfreies Luftgewehr handele, das er jetzt in einem verschlossenen Schrank aufbewahre. „Es macht Ihnen ja keiner einen Vorwurf. Wenn jemand Unfug treiben will, können Sie machen, was Sie wollen“, unterstrich Richter Stefan Pick. Eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage wurde vom Staatsanwalt abgelehnt. Dieser forderte wegen fahrlässiger Körperverletzung eine Geldstrafe von 600 Euro. Dem folgte der Richter. Eine geringere Strafe, wie sie der Verteidiger forderte, komme nicht in Frage. nob
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