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Mildes Wochenend-Wetter lockt viele Saarbrücker ins Freie

Saarbrücken. War es die letzte Chance vor dem langen Winter? Der letzte Tag des verspäteten Sommers? Das Wochenende lockte mit milden Temperaturen die Saarbrücker in Massen vor die Haustüren. In zahlreichen Hauseinfahrten montierten die Leute Winterreifen, andere gingen noch einmal in kurzen Hosen an die Saar. Die Betreiber der Kleingärten machten ihren Herbstputz, die Menschen in der Innenstadt schlenderten umher. Der Oktober zeigte sich seit Freitag von der goldenen Seite.

Während sich die Familien auf dem Spielplatz am Staden die Zeit vertrieben, genossen andere das schöne Wetter im Biergarten unter bunten Bäumen – wie Martina Neuberger und Ulrich Jüptner, die im T-Shirt am Staden einen Kaffee tranken: „Wir genießen es, hier zu sitzen, zu picknicken und unsere Zeitung zu lesen“, so die 58-jährige Martina Neuberger: „Wir wohnen hier in Saarbrücken und haben zwar einen Balkon, aber es geht doch nichts darüber, hier zu sitzen und die herbstliche Natur zu genießen.“ Ihr 60-jähriger Begleiter stimmt ihr zu: „Wir verbringen schon seit Freitag unsere Mittage am Staden, trinken Kaffee und drehen unsere Runden.“ Ihre Winterkleidung hätten die Rentner zwar schon aus dem Schrank herausgekramt, doch die Sommerkleider haben sie noch nicht verbannt.

Auch Christoph Rolinger verbringt seine Zeit am Staden. „Heute ist richtig tolles Wetter und ich dachte, ich ziehe mal mit meinem Hund los“, erzählte der 47-Jährige und warf seiner Hundedame Rina einen Ball zu. „Ich wohne in Luxemburg, komme aber fast jedes Wochenende her, um meine Familie zu besuchen. Und bei so tollem Wetter ist ja klar, dass ich einen Abstecher zum Staden mache. Zumal Rina hier gerne tobt und auch in dieser Jahreszeit noch in der Saar schwimmt“, sagte der gebürtige Gersweiler lachend.

Doch nicht nur am Staden herrschte Hochbetrieb. Auf dem Leinpfad in Güdingen waren die Radfahrer unterwegs, im Stadtwald raschelten die Pilzsucher im Unterholz, wie der Forbacher Jean Schuetz: „Ich habe tolle Pilze gefunden rund um den Schanzenberg, und sie sind trocken und ohne Würmer“, freute er sich. Wanderer spitzelten ihm im Vorbeigehen in den Korb.

Auch im Deutsch-Französischen Garten war einiges los. Ingolf Latz saß hier mit seiner siebenjährigen Tochter Victoria auf einer Bank und schaute der neuen Wasserorgel zu. „Die ist wirklich super“, meinte die kleine Victoria und bestaunte die hohen Fontänen. „Wir sind extra hierher gekommen, um noch einmal die Gulliver Welt zu besichtigen“, erzählte ihr Vater.

„Ich war dort das letzte Mal mit etwa 14 Jahren mit meinen Eltern, und sie ist bei mir ehrlich gesagt etwas in Vergessenheit geraten. Deshalb dachte ich, ich nutze das Wochenende, bevor sie zumacht und gehe diesmal mit meiner Tochter hin“, sagte der 49-jährige Saarbrücker Vertriebsleiter. Mit diesem Plan waren er und seine Tochter nicht die einzigen.

Doch sowohl Familie Latz als auch Gernot Dewes mit seiner Familie staunten nicht schlecht, als sie am Samstagvormittag vor der verschlossenen Gulliver Welt standen. „Es hängt ein Schild an der Tür, dass sie von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist“, erzählte der enttäuschte Familienvater: „Wir hatten heute Morgen überlegt, was wir machen, und dachten, wir nutzen das schöne Wetter um die Gulliver-Welt noch ein letztes Mal anzusehen.“ Sie seien extra dafür in den DFG gekommen. Doch auch ohne Besuch in der Gulliver-Welt nutzten sie das schöne Wetter, um gemeinsam die Enten und Gänse zu füttern und in ein Café zu gehen. „Ich habe meinem Sohn Anton heute Morgen versprochen, dass er ein Eis bekommt“, sagte der 44-jährige Gernot Dewes lachend. Das Wetter passte dazu. Und es soll noch zwei Tage mild bleiben, bevor es abkühlt.
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