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Milzbrand-Alarm: Angst und Schrecken in Erbach

Homburg-Erbach. Ein Milzbrand-Alarm hat gestern in Homburg-Erbach einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten verursacht. Am Morgen hatten Anwohner der Erbacher Maxstraße in ihrem Briefkasten einen Brief mit einem unbekannten weißen Pulver entdeckt. Sie informierten daraufhin die Polizei. Andere Sendungen, die ebenfalls in der Maxstraße entdeckt wurden, enthielten zudem ein Schriftstück mit dem Satz „Viel Spaß mit Milzbrand“. Daraufhin wurde der entsprechende Alarm ausgelöst. Als Folge wurde der gesamte Straßenzug abgesperrt. Anwohner, die Adressaten der Briefe und Päckchen waren, wurden von Polizeibeamten befragt.

Zusätzlich wurden, um jeglicher Bedrohung entgegen zu treten, Dekontaminationsanlagen aufgebaut, die Einsatzkräfte der Feuerwehr näherten sich den verdächtigen Objekten teils unter Vollschutz. Waren es in der Maxstraße rund sechs Sendungen, deren Inhalt zur Untersuchung ans Homburger Universitätsklinikum gebracht wurden, verschärfte sich am Nachmittag die Situation, als weitere Objekte in der nahe gelegenen Weisgerberstraße auftauchten.

Insgesamt, so die Polizei am Abend, seien rund 16 Objekte mit verdächtigen weißen Substanzen entdeckt worden.

Gegen 19.15 Uhr gab es dann zuerst eine Entwarnung hinsichtlich einer Bedrohung durch biologische Kampfmittel, später wurden auch chemische Kampfstoffe ausgeschlossen. So hätte es sich zumindest bei einer Sendung um Mehl gehandelt, die Bestimmung weiterer Substanzen stand gestern Abend noch aus. Zum Hintergrund der Tat wollte sich die Polizei gestern Abend noch nicht äußern. „Derzeit sehen wir unsere Aufgabe vor Ort darin, die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Ermittlungstechnisch stehen wir noch ganz am Anfang“, so Georg Himbert, Pressesprecher der Landespolizei. Auch könne man noch keine Angaben machen, ob die Ziele der Briefattacke willkürlich oder mit System ausgewählt worden seien

Stichwort

Briefe mit Milzbranderregern sorgten im Herbst 2001 für große Unruhe in den USA. Eine Woche nach den Terroranschlägen am 11. September wurden mehrere Briefe mit den lebensgefährlichen Bakterien an Nachrichtensender, Zeitungen und später auch an zwei US-Senatoren versandt. 22 Menschen steckten sich mit Milzbrand an. Fünf starben an den Folgen der Infektion. fre

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