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Milzbrand: Fehlalarm auch in Burbach

Wegen Verdacht auf Verbreitung von Milzbranderregern haben Polizei, Feuerwehr und DRK den zweiten Großeinsatz innerhalb von nur zwei Tagen im Saarland am Donnerstag (24.5.2012) in Saarbrücken-Burbach. Eine Frau hatte einen Brief mit weißem Pulver in der Post. Foto: Becker&Bredel

Wegen Verdacht auf Verbreitung von Milzbranderregern haben Polizei, Feuerwehr und DRK den zweiten Großeinsatz innerhalb von nur zwei Tagen im Saarland am Donnerstag (24.5.2012) in Saarbrücken-Burbach. Eine Frau hatte einen Brief mit weißem Pulver in der Post. Foto: Becker&Bredel



Saarbrücken/Homburg. Vermeintlich verdächtige Briefumschläge haben gestern zwei Anwohnerinnen in Saarbrücken-Burbach aufgeschreckt. Die Umschläge waren in der Fennerstraße eingeworfen worden. Aus Sicherheitsgründen wurde die Straße zunächst von der Polizei gesperrt. Notärzte untersuchten die beiden Frauen, Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken packten die Briefe in sichere Behälter. Sie sollten in der Homburger Uniklinik untersucht werden. Ein Polizeisprecher sagte in einer ersten Stellungnahme: „Das Vortäuschen eines Anschlags ist eine schwere Straftat, die dem Täter eine mehrjährige Freiheitsstrafe einbringen kann. Außerdem verursachen diese Einsätze enorme Kosten, die dem Täter, wenn er ermittelt wurde, in Rechnung gestellt werden.“ Am Nachmittag wurde die Fennerstraße wieder für den Verkehr freigegeben. Später gab die Polizei zudem Entwarnung: Die beiden Briefen enthielten eine perforierte Karte, die sich für die beiden Frauen von außen offenbar wie Pulver angefühlt hatte.

Am Mittwoch war in Homburg-Erbach ein ganzes Wohngebiet unter Quarantäne gestellt worden, nachdem mehrere Briefe mit weißem Pulver in der Maxstraße gefunden worden waren (wir berichteten). Einer der Briefe enthielt einen Hinweis, wonach es sich bei der Substanz um Milzbrand-Erreger handele. Untersuchungen in der Homburger Uniklinik ergaben jedoch, dass es sich bei dem weißen Pulver lediglich um Mehl und Gelatine handelte. Zum weiteren Ermittlungsstand wollte die Polizei gestern in Homburg aus „ermittlungstaktischen Gründen“ keine näheren Angaben machen. Die insgesamt 17 verdächtigen Pulver-Funde aus Homburg-Erbach sowie das Begleitschreiben würden derzeit kriminaltechnisch untersucht.

Die Fachberaterin für biologische Wirkstoffe vom Homburger Uniklinikum, Professor Barbara Gärtner, räumte gestern ein, dass am Mittwoch bis zur offiziellen Entwarnung durch die Polizei nicht alle 17 Fundstücke untersucht worden seien. Vielmehr habe man es auf Basis wissenschaftlicher Wahrscheinlichkeit und den vorliegenden Ergebnissen am Abend für vertretbar gehalten, Entwarnung zu geben. bub/thw




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