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Mindestens 8000 Euro Schaden: 17- und 15-Jähriger gestehen Brandstiftungen in St. Wendeler Innenstadt

Diesen Sonnenschirm haben die Jugendlichen in der Nacht auf Mittwoch am Domhotel in Brand abgefackelt. Foto: Evelyn Schneider

Diesen Sonnenschirm haben die Jugendlichen in der Nacht auf Mittwoch am Domhotel in Brand abgefackelt. Foto: Evelyn Schneider

Will da jemand die Feuerwehr ärgern? Diese Vermutung hatte ein Beamter der Polizei St. Wendel am Mittwochmorgen geäußert. Da lag gerade wieder eine Nacht hinter Polizei und Feuerwehr, in der sie mehrmals ausrücken mussten, weil in der City gezündelt wurde (wir berichteten). Der Verdacht: Hier sind Jugendliche am Werk.

Und die Polizisten sollten Recht behalten. Denn am Donnerstag sind sie zwei Teenagern auf die Schliche gekommen. Wie die Beamten berichten, haben ein 17-Jähriger aus St. Wendel und sein 15-jähriger Kumpel aus Nohfelden gestanden, für die Brandstiftungsserie verantwortlich zu sein.

In der Nacht auf vergangenen Samstag zogen die beiden Jungs erstmals los. Setzten hier eine Kerze in Flammen, legten dort Feuer in einem Papiercontainer, entzündeten Mülleimer. Alles in einem Radius von etwa 50 Metern. In einem Fall standen die Mülltonnen unmittelbar an einer Hauswand. Nur durch die schnelle Reaktion von Bewohner und Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Haus verhindert werden.

In der Nacht auf Mittwoch ging dann der Streifzug der Jugendlichen weiter. Ihre Ziele waren dieses Mal wiederum Mülltonnen, Sonnenschirme am Domhotel sowie das Toilettenhäuschen einer Baufirma in der Ostertalstraße. Ermittlungen des Kriminaldienstes St. Wendel und weiterer Einheiten führten schließlich zu den Tätern. Diese wurden am Donnerstag vernommen und Beweismittel sichergestellt.

Aber warum haben die beiden gezündelt? Aus Langeweile und Abenteuerlust, vermuten die Beamten. Da gerade Ferien sind, übernachtete der 15-Jährige aus Nohfelden bei seinem Kumpel in St. Wendel . Mit ihren nächtlichen Streifzügen durch die Kreisstadt haben die beiden Teenager einen Schaden von mindestens 8000 Euro angerichtet. Und dafür müssen sie gerade stehen. „Sie müssen sich nunmehr in einem justiziellen Verfahren unter anderem wegen gemeinschaftlich begangener Brandstiftung, verantworten“, erklärt Martin Walter, Chef der St. Wendel erPolizeiinspektion.

Der Polizeirat ist stolz auf die schnelle Aufklärung der Brandserie: „Durch engagierte Ermittlungsarbeit des Kriminaldienstes St. Wendel ist es gelungen, die beiden Zündler binnen kürzester Zeit ausfindig und dingfest zu machen.“ Somit dürfte es jetzt im nächtlichen St. Wendel wieder ruhiger zugehen. Und das soll auch so bleiben. „Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Sicherheitslage in der Kreisstadt beweist dieser Ermittlungserfolg, dass die St. Wendeler Polizei ihre Aufgaben engagiert und professionell wahrnimmt“, sagt Walter. Außerdem kündigt der St. Wendeler Polizeichef an: „Zur weiteren Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls werden in den nächsten Wochen gemäß bereits bestehender Konzeption verstärkt Brennpunktkontrollen mit uniformierten Kräften durchgeführt.“ > weiterer Bericht folgt

 
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