A620 Saarlouis - Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Westspangenbrücke und AS Saarbrücken-Luisenbrücke in beiden Richtungen Gefahr durch Personen auf der Fahrbahn (14:07)

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Mini-Flitzer brausen über Saarbrücker Rodenhof

Saarbrücken. Mit bis zu sechs Pferdestärken bringen die Modellautos im Maßstab 1:5 eine unglaubliche Beschleunigung auf die Rennstrecke des Automodellclubs Saarbrücken (AMCS) auf dem Rodenhof. Sobald die Männer an den Fernbedienungen eingreifen, sehen Kenner der Modellrennszene sofort, welche Kräfte die Kisten im DTM-Design da auf die Straße bringen. Ganz klar: Um Spielzeuge handelt es sich bei diesen Rennautos längst nicht mehr.

Eberhard Thielges, Vorsitzender des AMCS und einer der Rennsportbegeisterten, erklärt: „Diese Dinger können alles, was echte DTM-Wagen auch können.“ Das heißt, die Modellmotorsportler können zum Beispiel Bremsen und Fahrwerk auf die Strecke abstimmen. Einige würden sogar Heizdecken benutzen, um die Reifen rechtzeitig auf Renntemperatur zu bringen.

Wer im Training die beste Einstellung hinkriegt, liegt auch beim Rennen vorn. So wie Thielges’ BMW mit der Startnummer fünf, den er mit seinen Söhnen Kevin und Niklas abwechselnd beim Sechs-Stunden- Rennen steuert – dem Höhepunkt bei den Renntagen des AMCS, der am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen feierte. „Es ist wichtig, das richtige Verhältnis zwischen Rennen und Service zu finden“, gibt er einen weiteren Einblick in den Rennsport mit den Funkfernsteuerungen. Denn immer wieder müssen die Kisten raus.

Zum Auftanken, um eine verzogene Karosserie wieder zu richten, oder um Reifen zu wechseln. Deshalb besteht jedes Team auch aus mehreren Mitgliedern. Während einer steuert, holt der andere das Fahrzeug zurück auf die Strecke, wenn es sich auf dem Rasen festgefahren hat oder bei einem zu spektakulären Manöver auf dem Dach gelandet ist. Ein normales Rennen dauert etwa eine halbe Stunde. Doch zum Jubiläum sollte es noch spektakulärer zugehen. Nicht nur, was die Dauer des Wettbewerbs angeht. Denn später wurde es zu einem Dämmerlichtrennen, in dem alle Fahrzeuge mit Beleuchtung unterwegs waren. Dabei sollten rund um die Strecke Scheinwerfer den Piloten das Manövrieren erleichtern.

Der Ring auf dem Rodenhof zählt zu den schönsten Strecken Deutschlands. Um dort zu siegen, sind einige der Gäste zum Jubiläumsrenntag von weit her gekommen, nämlich aus Liechtenstein, Chemnitz und aus Frankreich. Insgesamt gab es an den vier Renntagen 60 Teilnehmer in den Kategorien Trucks, DTM, Porsche- Cup, Formel 1 und Motorrad. Bereits in einem Monat steht der nächste Höhepunkt auf dem Kalender des AMCS. Dann findet bei ihm die deutsche Meisterschaft in den Klassen Formel 1 und Truck statt. Der AMCS hat eine schwierige Zeit hinter sich gelassen. 2010 waren von einst fast 50 Mitgliedern mit vielen aktiven Fahrern nur noch 17 übrig. Alle – Mitglieder und Vorstand – zeigten in dieser schwierigen Phase nicht nur Verantwortungsgefühl für ihren AMCS, sondern arbeiteten an der Umstrukturierung mit.

Jetzt, nachdem sich der Club für die oben genannten Rennklassen geöffnet hat, schaut er zuversichtlich und motiviert in die Zukunft. Inzwischen sind über 35 neue Fahrer dem Verein beigetreten – fast so als hätten einige förmlich auf Veränderungen gewartet.

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