Saarland: In Homburg-Jägersburg ist die Saar-Pfalz-Straße in Höhe der Hausnummer 45 voll gesperrt auf Grund eines Verkehrsunfalls. (19:14)

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Minister warnt vor Zeltstädten im Saarland

Angesichts des ungebremsten Zustroms von Flüchtlingen schließt Saar-Innenminister Klaus Bouillon ( CDU ) eine Unterbringung der Menschen in Sporthallen, Dorfgemeinschaftshäusern, Zelten und Containern nicht mehr aus. „Wenn unsere Wohnraum-Programme nicht greifen und die Entwicklung so weitergeht, wird das spätestens nächstes Jahr akut“, sagte Bouillon der SZ. Er wolle dies aber „mit allen Mitteln“ verhindern, denn er fürchte, dass dann die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber Zuwanderern kippe.

Der Minister erwartet für das Saarland in diesem Jahr mindestens 5000 Asylbewerber. Seit Januar seien bereits 2000 Flüchtlinge auf die 52 Städte und Gemeinden verteilt worden, bis Jahresende werden also weitere 3000 Menschen folgen. Nicht für alle gibt es Wohnungen. Bouillon sagte, viele Kommunen hätten das Sonderprogramm der Landesregierung genutzt und Wohnraum für Flüchtlinge geschaffen. Nun sei das Engagement privater Eigentümer gefragt. Künftig würden zusätzlich Wohnungen für 2000 Menschen benötigt, so Bouillon .

Mit einem Programm, bei dem das Land eine Miete von bis zu acht Euro pro Quadratmeter garantiert, solle „so schnell wie möglich“ Wohnraum für 1000 Menschen geschaffen werden. Im Saarland stünden zwar 20 000 Wohneinheiten leer, Förderanträge für die Unterbringung von Asylbewerbern seien aber kaum gestellt worden. Der Minister will eine „Goldgräberstimmung“ für Investoren erzeugen, die hier Geld verdienen wollten.

Derweil beschloss der Freistaat Bayern die Einrichtung von zwei Aufnahmelagern in Grenznähe, in die nur Flüchtlinge aus Ländern wie Albanien oder dem Kosovo gebracht werden sollen. In den Unterkünften sollen die Verfahren schnellstmöglich abgewickelt werden. Die EU beschloss am Abend eine Regelung zur Aufnahme von knapp 55 000 Flüchtlingen, die zurzeit vor allem in Griechenland und Italien festsitzen. Das Ziel, 60 000 Menschen unterzubringen, wurde jedoch verfehlt. > e, A 4: Meinung
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